Die Zedernspitzen gehören nicht, wie man vermuten könnte, zur Pflanzenfamilie Cedrus, sondern stellen eine Wacholder-Art dar (Juniperus virginiana). Diese Pflanze wird Bleistiftzeder, Virginische Zeder oder Virginische Rotzeder genannt. Die Art erreicht innerhalb der Gattung Wacholder den höchsten Wuchs und stammt ursprünglich aus dem Norden des amerikanischen Kontinents. Im Jahr 1664 wurde sie nach Europa gebracht. Hier ist sie vollständig winterhart. Viele Gärten und Parks in Mitteleuropa schmücken sich mit dieser Pflanze in schmaler Säulenform, die manchmal "Skyrocket" heisst. Alle Pflanzenteile sind sehr giftig. Die Virginische Zeder bevorzugt nährstoffarme Felsböden oder sumpfige und nasse Böden. Meist wächst sie in Mischwäldern mit Kiefern und Eichen. Seltener finden wir sie in Reinbeständen.
Die Virginische Zeder in der Botanik
In Amerika kann der Strauch maximal 30 Meter hoch werden, in Mitteleuropa eher nur 12 Meter. Die Pflanze ist immergrün und besitzt Zweige, die stark abstehen. Die Blätter haben die Form von Schuppen und sind scharf spitz. Die Blüten sind eher unscheinbar und unauffällig. Nach der Blüte entstehen die Beerenzapfen, die aufrecht stehen und etwa die Grösse einer Erbse haben. Sie sind bläulich violett. Die Blütezeit der Virginischen Zeder ist von April bis Mai.
Räuchern mit Zedernspitzen
Der Duft der Zedernspitzen beim Räuchern ist süss, würzig und erinnert an Früchte. Ähnliche Inhaltsstoffe sind in Majoran, Lorbeer oder den Nadeln der Pinien enthalten. Der Rauch macht uns auf angenehme Weise wach, lebendig und aktiv. Traditionell bereichern wir Räucherungen des Hauses oder der Ställe mit der Virginischen Zeder. Der Grund ist, dass der Rauch reinigende Eigenschaften besitzt und eine neutrale und frische Atmosphäre hinterlässt. Empfinden wird unsere Energien als zu schwer und zu dicht, räuchern wird mit diesen Zedernspitzen.
Die Überlieferung erzählt davon, dass die Zweige, die starr und stechend sind, böse Geister und Dämonen abwehren. Hexen und Teufel ziehen sich zurück. In verschiedenen Regionen dient die Virginische Rotzeder als Abwehr gegen böse Zauber und Bannflüche. Aus den Beeren wurde früher Schnaps gebrannt, der ebenfalls gegen Zauberkräfte eingesetzt wurde.Wenn Sie eine magische Räucherung zum Schutz durchführen wollen, darf diese Zutat nicht fehlen.
Der Rauch gehört zu den Räuchersubstanzen der Raunächte und schenkt uns Mut zum eigenen Ich. Er umweht uns wie frische Bergluft, ein Tannenwald oder Wildkräuter. Durch äussere Einflüsse geht unser innerer Schutzschild manchmal verloren, mit diesem Rauch bauen wir ihn wieder auf. Die Kraft dieser Pflanze führt herumirrende Seelen nach Hause und ans Ziel. Der Neid anderer Menschen bleibt uns fern und angezauberte Krankheiten verflüchtigen sich. Wir gehen die Dinge mit frischem Mut an und empfangen Stärke und Optimismus. Überholte Gefühle lassen wir los und befreien uns aus ihrer Abhängigkeit. Die Welt unserer Emotionen wird gereinigt und negative Schwingungen, die wir von anderen Menschen bekommen haben, verlassen uns wieder. Unsere Aufmerksamkeit profitiert von diesem Rauch. Wir fühlen uns fähig, Prophezeiungen zu entwickeln. Räume und Personen werden mit frischer Lebensenergie aufgeladen.
Die Zedernspitzen kann man gut mischen mit den folgenden Räuchersubstanzen:
Duft: wohltuend, süss, würzig, fruchtig
Pflanzenfamilie: Zypressengewächse (Cupressaceae)
