Den Wacholder gibt es in rund 70 Arten. Er bildet von daher die grösste Gruppe unter den Zypressengewächsen. Von diesen Arten sind aber nur der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) und der Sadebaum (Juniperus sabina) im mitteleuropäischen Raum zuhause.
Viele Völker der Frühzeit kannten bereits den Wacholder und verehrten ihn als heilig. Im Altertum wurde Wacholder als Gewürz und zur Heilung von Krankheiten eingesetzt. Die Räucherung mit Wacholder sollte schon damals Erkrankungen, böse Geister und Hexen vertreiben. Man schrieb dem Wacholder als Schutzbaum und Lebensbaum magische Kräfte zu.
Auch heute benutzt man Extrakte aus dem Wacholder bei Entzündungen der Harnwege und bei Problemen im Magenbereich. Die Früchte, die auch Wacholderbeeren genannt werden, geben vielen kulinarischen Rezepten einen besonderen Geschmack.
Wacholder zum Räuchern
Sowohl das Holz, als auch die Beeren und Zweige des Wacholders kann man verräuchern. Dabei sind heilkundliche und kultische Zwecke bekannt. Dämonen, die Krankheiten bringen, sollen so gebannt werden. Dem Volksglauben zufolge soll auch der Teufel so in Schach gehalten werden. Krankenstationen wurden früher mit Wacholderräucherungen gereinigt. Der wärmende und feine Duft ist als schleimlösend bekannt. Weitere Anwendungsgebiete sind Schmerzen bei Rheuma, Quetschungen, Lähmungen und Geschwüre. Viele glauben, dass die Räucherung mit Wacholder auch die Fähigkeit für Vorhersagen fördert. Ausserdem stärkt der Wacholder die Energien, die das Leben stärken.
Duft: fein, wärmend
Pflanzenfamilie: Cupresaceae (Zypressengewächse)
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Juniperus communis
Pflanzenteil
Holz
Zweitbezeichnung
Machangel, Kranewitt, Queckholter, Feuerbaum
Herkunft
Serbien
Marke
RäucherWelt
