Die Taubnesseln bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lamiaceae (Lippenblütler). Die Arten sind oft einjährig, teilweise aber auch länger ausdauernd. Sie wachsen krautig. Die Pflanzenteile, die über der Erde sichtbar sind, besitzen kegelförmige Haare und kleine Drüsen. Die Pflanze trägt etwa fünf bis fünfzehn sitzende Blüten.
Meist verwendet man zum Räuchern die Weisse Taubnessel. Andere Namen für diese Pflanze sind: Bienensang, Kuckucksnessel oder Löffelblume.
Die Verwendung der Weissen Taubnessel
Die Weisse Taubnessel findet vielfach Verwendung in verschiedenen Bereichen. Beliebt sind die Tees, die man auf ihrer Basis zubereiten kann. In der Naturheilkunde gibt es Präparate mit der Taubnessel, die als Diuretikum dienen, also zur Entwässerung des Körpers. Manchmal führt man Sitzbäder oder Spülungen durch, vor allem bei starkem Jucken auf der Haut. Auch Blasenleiden, Darmprobleme, Husten oder Menstruationsbeschwerden sind Anwendungsgebiete der Taubnessel. Die Blüten und Blätter erntet man zu diesen Zwecken in der Zeit von Mai bis September.
Die Taubnessel in der abendländischen Kultur
Seit jeher zählt die Taubnessel zu den Heilpflanzen. Schon im Mittelalter band man sie in die Kräuterbuschen ein, deren Aufbewahrung und Verräuchern stets eine besondere Bedeutung hatte. Die Kräuterbuschen sind kleine Sträuße mit bestimmten Kräutern, die jedes Jahr anlässlich Mariä Himmelfahrt (also am 15. August) im Rahmen einer Kräuterweihe gesegnet und dann nach Hause gebracht werden. In den Raunächten zwischen Weihnachten und Neujahr führen die Menschen eine Räucherung mit diesen Kräuterbuschen durch. Dies soll das Haus vor negativen Einflüssen schützen, außerdem Unglücke verhüten. Meist verwendet man hierfür Räucherpfannen. Die Taubnessel hat ihren festen Platz in der Neunkräutersuppe.
Räuchern mit Taubnessel
Der Duft der Taubnessel beim Räuchern ist einzigartig und besonders frisch und lieblich. Die Wirkung sorgt für Reinigung, Erfrischung, Revitalisierung, Aktivierung und Klärung. Außerdem dürfen wir uns von der Taubnessel-Räucherung einen Schutz versprechen. Die Taubnessel sollten Sie verräuchern, wenn sie erschöpft, müde und antriebslos sind.
Wichtig ist die Räucherung mit der Taubnessel, um negative Energien aus dem Haus zu vertreiben. Diese können z. B. durch Streit, Tod, Trennung oder durch die ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner entstehen, die durch bestimmte Gegebenheiten angerufen werden. Wenn wir diese negativen Kräfte mit der Taubnessel entfernen, kann man in den Räumen wieder frei durchatmen. Das bedeutet, dass man vor allem beim Einzug in eine neue Wohnung mit der Taubnessel räuchern sollte. Dies versorgt die Räume mit positiven Energien und klärt die Atmosphäre.
Sie können eine einzelne Räucherung vornehmen, aber die Taubnessel auch einer Mischung beigeben, z. B. mit Melisse oder Pfefferminze. Diese Kombination sorgt für besonders viel Frische. Für eine Schutzräucherung gibt man der Taubnessel Andorn, Gundermann und Sumpf-Schafgarbe hinzu.
