Das Sumachharz nennen die Menschen in Peru „peruanische Myrrhe“ bzw. „Myrrha“. Sie exportieren dieses Harz auch als Myrrhe, obwohl es nicht die echte Myrrhe ist, sondern ein Sumachgewächs.
Peruanische Myrrhe (Sumachharz) in der Botanik
Diese Pflanze heisst botanisch Loxopterygium Huasango. Es handelt sich dabei um einen strauchartigen Baum. In vielen südamerikanischen Ländern kennt man das Wort "Mirra" für viele verschiedene Räuchersubstanzen, die allesamt nicht mit der echten Myrrhe (z.b. Commiphora myrrha) verwandt sind. Die Legende behauptet, dass viele Schamanen einen magischen Stab aus dem Holz dieser Pflanze mit sich führen.
Peruanische Myrrhe (Sumach) beim Räuchern
Durch die Jahrhunderte hat man das Sumachharz als Räuchersubstanz und für Parfums eingesetzt. Die peruanische Myrrhe wird von den Einheimischen vor allem für Rituale verwendet. Man sagt der Substanz also eine gewisse Magie nach. Sie kann für Austreibungen verwendet werden, aber auch für Reinigungen. Der Rauch stellt eine Verbindung zwischen Himmel und Erde her.
Der Duft ist sehr fein und umweht uns herb und leicht gummiartig. Manchmal ist der Duft eher warm, erdig und balsamisch. Auch ein süssliches Aroma, das an Karamell erinnert, ist möglich. Der Rauch wirkt auf uns klärend und beruhigend. Rituelle oder zeremonielle Weihen profitieren von diesem Harz.
Der Rauch kann uns bereinigen von Energien, die uns menschlich belasten. Beispiele sind: Hass, Zorn, Rache, Wut, Unsicherheit, Schuld oderein vermindertes Selbstwertgefühl.
Der Rauch eignet sich wunderbar für schamanische Ritualräucherungen, besonders in der Nacht. Der Duft eignet sich für Räuchermischungen, z. B. mit Weihrauch, Copal oder anderen Harzen.
