Die Schafgarbe ist eine Wildblume, die auch im mitteleuropäischen Raum heimisch ist. Man trifft sie am Wegesrand recht häufig an. Sie bevorzugt einen sonnigen Platz und Böden, die entweder karg oder fett sein dürfen. Wer sie im Garten ziehen will, kann gewöhnliche Gartenerde verwenden. Vor allzu viel Feuchtigkeit sollte man sie schützen. In Gärtnereien bekommt man Zuchtvarianten mit gelben und roten Blüten; für eine Räucherung benutzt man aber ausschliesslich die weisse Schafgarbe.
Die Pflanze hat weiche, wollähnliche Blüten und im Gegensatz dazu einen harten, holzigen Stiel. Die Blätter sind fein gegliedert.
Die Bezeichnung „Schafgarbe“ stammt aus dem Althochdeutschen. „Garbe“ leitet sich von „Garwe“ her und heisst so viel wie „Gesundmacher“. Diese Benennung erfolgte wahrscheinlich, weil man damit Mutterschafe zu heilen versuchte, die zu wenig oder plötzlich gar keine Milch gaben. Prophylaktisch gab man die Schafgarbe auch Ziegen, Kühen und Schafen, um sie gut über den Winter zu bringen.
Die Schafgarbe in der Tradition
Der Schafgarbe werden seit langer Zeit heilende Kräfte zugeschrieben, z. B. bei manchen Frauenleiden oder um Blutungen zu stillen. Auch soll die Pflanze dabei helfen, ein allzu einseitig verlaufendes Leben wieder einer natürlichen Mitte zuzuführen. Der Volksglaube denkt in diesem Zusammenhang vor allem daran, dass eine zu intensive Menstruation gemildert oder eine zu schwache Menstruation gestärkt werden kann. Die Schafgarbe kann Nasenbluten provozieren – aber auch mit einem geschnupften Presssaft bremsen. Nimmt man zu viel Schafgarbe als Tee zu sich, kann Nierenbluten die Folge sein. Die Schafgarbe kann aber - richtig angewandt – auch Nierenbluten stillen. Die Pflanze kann als äusserliche Anwendung Hautirritationen auslösen oder mindern. Auch in der Wundheilung ist die Schafgarbe bekannt. Die Schafgarbe soll also insgesamt dazu beitragen, die Dinge in die Mitte, ins Lot zu bewegen.
Die Schafgarbe beim Räuchern
Die Schafgarbe gehört traditionell zu den Orakelräucherungen zur Raunacht und zur Lichtmess. In ihr wirken Mond, Saturn und Venus. Sie soll die intuitive Kraft fördern und Visionen hervorrufen. Diese Visionen werden als leicht, hell und weise eingeschätzt. Man kann das Kraut dieser Pflanze besonders gut mit Blättern des Lorbeers oder Copalharz vermengen.
Duft: leicht, fein, würzig
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Achillea millefolium L.
Pflanzenteil
Kraut
Zweitbezeichnung
Heil aller Welt
Herkunft
Bosnien und Herzegowina
Marke
RäucherWelt
