Saflor ist eine distelähnliche, einjährige und krautige Pflanze, die schnell wächst und mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet ist. Da sie Samen mit hohem Ölgehalt hervorbringt, wird sie heute meist als Ölpflanze angebaut.
Aus der starken Pfahlwurzel wächst eine Blattrosette, die einen Haupttrieb hervorbringt. Dieser verzweigt sich und kommt auf eine Höhe von 60 bis 130 cm. Die Laubblätter sind dornig und länglich. Sie sind rund 10 bis 15 cm lang und 2,5 bis 5 cm breit. Saflor bevorzugt Böden, die fruchtbar und durchlässig sind, weil die Pfahlwurzeln tief in den Boden reichen.
Das Safloröl besitzt einen hohen Anteil von mehrfach ungesättigter Linolsäure und Vitamin E.
Saflor in der Tradition
Saflor gilt in Asien, besonders in China, als Arzneipflanze. Auch benutzt man die Blütenblätter für die Zubereitung von Tee. In der Volksmedizin Moldawiens kennt man Saflor als Mittel bei Abtreibungen.
Da Safran recht teuer ist, wird manchmal Saflor als Ersatzgewürz verwendet. Daher auch der mitunter gebräuchliche Name Falscher Safran.
Schon die alten Ägypter kultivierten Saflor um 3500 vor Christus, weil er orangefarbene Blüten hatte. Sie benutzten sie zum Färben von Textilien. Auch die Samen schätzte man aufgrund ihres Ölgehalts.
Räucherungen mit Saflor
Saflor verströmt beim Verräuchern einen Duft, der sehr speziell und einzigartig ist. Man kann ihn einzeln und auch für Mischungen verwenden. Die Blütenblätter lassen sich in einer Räucherschale auf Holzkohle verräuchern oder mit einem Räucherstövchen. Dann sollte man ein Sieb und ein Teelicht nutzen.
Die Effekte von Saflor sensibilisieren, erweitern das Bewusstsein, harmonisieren und bauen auf. Anwendungsgebiete sind unausgeglichene Zustände, Unruhe und Stress.
Duft: harzig, harmonisch, erinnert an Safran
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Anbau
Konventionell
Botanischer Name
Carthamus tinctorius L.
Pflanzenteil
Blüten
Zweitbezeichnung
Färberdistel, Öldistel, Färbersaflor, Falscher Safran
Herkunft
Türkei
Marke
RäucherWelt
