Pfingstrosen schenken uns einen Rauch, der uns zur Hingabe und Versöhnung fähig macht. Ausserdem können wir durch sie Heilung erfahren.
Die Botanik der Pfingstrose
Die Pfingstrosen sind eine Gattung (Paeonia), zu der Stauden, Halbsträucher und Sträucher zählen. Daher differenziert man zwischen Staudenpfingstrosen und Strauchpfingstrosen. Letztere nennt man auch Baum-Päonien. In beiden Formen kommt die Pfingstrose oft in hiesigen Gärten vor und erfreut uns durch ihre volle Blüte.
Früher rechnete man die Pfingstrosen den Hahnenfussgewächsen (Ranunculaceae) zu. Mittlerweile sind sie eine eigene Pflanzenfamilie, nämlich die Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae). Insgesamt gehören 32 Arten dazu, die mehrheitlich in Europa und Asien heimisch sind. Lediglich zwei Arten stammen von der Westküste Nordamerikas.
Die wichtigste europäische Art ist die Gemeine Pfingstrose, die auch den Namen Bauern-Pfingstrose trägt. Ursprünglich kommt sie aus den südeuropäischen Berggegenden.
Die Tradition der Pfingstrose
In der Antike galt die Pfingstrose nicht nur als wunderschön, sondern wurde auch wegen ihrer heilenden Wirkungen geschätzt. Anwendungsgebiete waren Frauenleiden, Gicht und andere Krankheiten. Die Blüte entfaltet sich Ende April bis Anfang Mai. Sie ist prachtvoll anzuschauen und verströmt einen betörenden Duft. Daher war die Pfingstrose in früherer Zeit vorwiegend den Vegetationsgöttern zugeeignet. Bei den Germanen betraf dies Freya, Baldur und Freyr. Die irischen Kelten weihten die Pfingstrose der Göttin Brigid. Auch in Asien besitzt die Pfingstrose eine lange Räuchertradition. Die Chinesen betrachten sie als Sinnbild für Wohlstand, Heil und Schönheit. Auch als Heilpflanze ist die Pfingstrose in China bekannt. Die christliche Kirche misst der Pfingstrose ebenfalls grosse Bedeutung zu, denn sie steht symbolisch für den Glauben, die Nächstenliebe und die Demut.
Räuchern mit Pfingstrosenblüten
Bis heute hat die Pfingstrose eine grosse Bedeutung bei Räucherungen, die der Fruchtbarkeit dienen oder mit der Liebe zusammenhängen. In der griechischen und römischen Mythologie wurde die Pflanze Apollo zugerechnet. Apollo war der Gott des Frühlings, der Heilung, des Lichts und der sittlichen Mässigung und Reinheit. Daher steht der Rauch der Pfingstrose auch im Zeichen der Gesundung.
Der Rauch der Pfingstrosenblüten steht für Hingabe, Loslassen, Versöhnung und Annehmen. Gleichzeitig fördert er die innere Balance. Wenn wir seelischen oder psychischen Ballast mit uns umhertragen, kann die Pfingstrose ihn auflösen, indem sie auf unser Unterbewusstsein wirkt. Die Räucherung kann gegen Stress und Albträume angewendet werden und uns eine tiefe Entspannung und neue Energien schenken. Das fantastische Aroma der Blüten, das sich auch beim Räuchern entfaltet, reduziert unsere Ängste und unterstützt den Yin-Pol. Pfingstrosenblüten lassen sich Liebesräucherungen beimischen und sind bei Mondritualen beliebt. Mit Pfingstrosenblüten lassen sich die folgenden Räuchersubstanzen gut kombinieren: Nelke, Rosmarin, Weihrauch, Schlehenblüten, Rose, Iriswurzel, Galant, Ysop, Waldmeister, Heidekraut, Sandelholz und Johanniskraut. Auch bestimmte Harze passen hervorragend zu ihnen, z. B. Bernstein, Myrrhe oder Benzoe.
Durch die Räucherung mit Pfingstrosenblüten öffnen sich uns Türen, die zuvor verschlossen waren. Wir entdecken verborgene Schätze. Eine bedrückte Seele entfaltet sich wieder und empfindet neues Glück, Zuversicht und Hoffnung. In magischen Ritualen steht der Rauch für Liebe, Leben und Blut.
Die Pfingstrose eignet sich auch für Übergangsriten und die magische Arbeit. Sie steigert die Dankbarkeit.
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Paeonia officinalis
Herkunft
Mazedonien
Marke
RäucherWelt
