Oregano ist eine Gewürz-, Heil- und Räucherpflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Mittlerweile kommt sie fast weltweit in warmen und gemässigten Klimazonen vor. Sie wird vielfach auch angebaut. Fast in ganz Europa gibt es wilde Vorkommen von Oregano. Neben einer warmen Umgebung bevorzugt die Pflanze Böden mit viel Kalk. Trockene und lichte Wälder sind für Oregano ebenso geeignet wie Kiefern- und Eichenwälder. Aber auch am Wegesrand, an Waldrändern und an sonnigen Hängen gedeiht Oregano.
Die Pflanze ist ausdauernd, krautig und wird 20 bis 70 Zentimeter gross. Man erkennt sie sofort an ihrem speziellen, herben Duft. Die Gourmets unter den Pflanzenkennern schätzen vor allem das geschmackliche Aroma, das viele Gerichte veredelt. Selbst die Pizza kommt in der Regel nicht ohne Oregano aus.
Die Pflanze entspringt einem holzigen Wurzelstock (Rhizom) und bringt Stängel hervor, die sich von Beginn an verzweigen. Die Stängel sind leicht behaart. Die Blüten sind klein, aber reizvoll und zeigen sich in rosa-violetter, manchmal weisslicher Farbe.
Der Oregano trägt noch andere Namen:
- Echter Dost (Dost ist die Pflanzengattung, zu der Oregano gehört)
- Dost
- Dorst
- Gewöhnlicher Dost
- Gemeiner Dost
- Wilder Majoran
- Wohlgemut
Oregano zählt, ebenso wie die gesamte Gattung Dost, zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Oregano als Heilpflanze
Oregano wird seit Menschengedenken heilkundlich verwendet.
Anwendungsgebiete sind:
- Husten
- Entzündungen im Mund- und Rachenraum
- Beschwerden im Zusammenhang mit der weiblichen Menstruation
- Störungen der Verdauung
Oregano in der Tradition
In der Antike galt die Überzeugung, dass Oregano Geburten fördern könne. Man ordnete Oregano Osiris zu. Im Mittelalter sollte die Pflanze vor Hexen schützen und böse Geister vertreiben. In der Volkstradition bindet man am 15. August (Mariä Himmelfahrt) Kräuterbuschen aus verschiedenen Heilkräutern, zu denen auch Oregano gehört. Diese werden in der Kräuterweihe gesegnet und in den Raunächten in Räucherpfannen auf glühender Holzkohle verräuchert. Dies soll das Haus und den Hof vor bösen Geistern, Katastrophen und Pech schützen.
Oregano beim Räuchern
Diese Räucherpflanze verwöhnt uns mit einem starkwürzigen, krautigen, kräftigen und aromatischen Duft, der uns aber leicht anweht. Manche nehmen einen leichten Beiklang von Minze wahr. Die Stärke der Würze erklärt, dass Oregano sich gegen schwarze Magie einsetzen lässt. Auch für eine Hausreinigung ist er bestens geeignet. Negative Energien verflüchtigen sich und die Aura wird rein und klar. In früheren Zeiten wollte man mit Rauch von Oregano Entzündungen abklingen lassen. Er wirkt auch antifungal (gegen Pilze) und antiseptisch (gegen Krankheitserreger). Oregano soll uns stärken und schützen. Oregano passt in Räuchermischungen gut zu Wacholderbeeren, Beifuss oder Johanniskraut.
Anbau
Bio
Botanischer Name
Origanum cretici Linne
Pflanzenteil
Kraut
Herkunft
Türkei
Marke
RäucherWelt
