Mariengras ist unter verschiedenen Namen bekannt: Duftendes Mariengras, Duft-Mariengras, Vanillegras, Süssgras, Bisongras oder auch Sweet Grass bzw. Vanilla Grass. Die beiden letzten Bezeichnungen stammen von den nordamerikanischen Ureinwohnern her. Diese nutzten diese Pflanze seit Menschengedenken für Zeremonien und Rituale. Ziel dabei war eine harmonische Atmosphäre; gute und friedliche Geister sollten angezogen werden. Der Bison galt unter den Indianern als Sinnbild des Überlebens.
Übrigens: Mariengras und Sweet Grass (Süssgras) sind leicht unterschiedlich. Die amerikanische Variante wird etwas grösser und hat in getrocknetem Zustand ein helleres Grün als das dunklere Mariengras.
Mariengras in der europäischen Kultur
Es wird vermutet, dass auch in Westeuropa in früherer Zeit das Mariengras als das heilige Gras des Auerochsen angesehen wurde. Mariengras soll sowohl bei unseren Vorfahren als auch bei den Ureinwohnern Nordamerikas das Glück und den Reichtum mehren. Die alten Germanen weihten das Mariengras der Göttin Freya, die für Wachstum und Fruchtbarkeit stand. Bei zeremoniellen Feierlichkeiten räucherte man damit ihr zu Ehren. Mariengras wurde damals auch Freyahaar genannt. Freya war bei den Germanen die Königin der Maienzeit. Der Mai brachte in den Menschen Hoffnung und Liebe hervor. Das Gras galt auch als wichtig im Zusammenhang mit dem Liebeszauber.
Räuchern mit Mariengras
Mariengras verströmt einen sehr zarten und würzigen Geruch. Er erinnert an Blumen, Heu und ein wenig an Honig. (Nordamerikanisches Sweet Grass besitzt darüber hinaus einen starken Cumarinduft).
Mariengras hat eine entspannende Wirkung und bringt Körper und Geist in Balance. Ausserdem fördert es den Genuss der Sinnlichkeit. Der Duft hüllt uns ein, schützt uns und vermittelt uns Geborgenheit. Gerade dann, wenn wir Stress und Hektik empfinden, schenkt uns eine Mariengras-Räucherung Ruhe und Ausgleich. Wir nehmen uns wieder so an, wie wir sind. Auch die Klarheit des Geistes wird gestärkt. Wir können wieder zu klareren Gedanken kommen, ohne uns im „entweder – oder“ zu verlieren. Störende Einflüsse verlassen uns. Unser Analysevermögen wird ebenso gestärkt wie unsere Intuition. Zufriedenheit und Harmonie kehren zu uns zurück. Wahres Glück entwickelt sich nicht durch Besitztümer, sondern in uns selbst. Diese Erkenntnis vermittelt uns das Mariengras.
Zu Imbolc oder Ostara wird mit Mariengras anlässlich des Frühlings geräuchert. Aber auch die Raunächte, das Julfest und Lugnasad profitieren von der positiven, zukunftsorientierten Stimmung, die das Mariengras beim Räuchern verbreitet. Mariengras setzt sinnliche Impulse und öffnet das Herz. Ausserdem empfangen wir Trost. Mariengras trägt zu einer friedliebenden und inspirierenden Umgebung bei.
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Hierochloe odorata
Herkunft
Polen
Marke
RäucherWelt
