Hinweis: Unter anderem auch für Bienenwachstücher, Seifen, Kunst, Instrumente, Kosmetik und industrielle Verwendungszwecke geeignet
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Kolophonium ist das gereinigte Kiefernharz. Die Gattung der Kiefern gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Manche der Bäume sind auch in Mitteleuropa heimisch. Die rund 100 Arten der Kiefer kommen auf der gesamten Nordhalbkugel des Erdballs vor. In seltenen Fällen besiedeln die Kiefern auch subtropische Regionen.
Das Harz der Kiefer ist eine wichtige Substanz in der Industrie, nämlich zur Herstellung von Terpentinöl. Kiefernharz besitzt aber auch als Räucherstoff oder als traditionelles Heilmittel eine grosse Bedeutung. Es beinhaltet maximal 80 Prozent Harzsubstanzen und etwa 20 Prozent ätherische Öle.
Andere Namen für die Kiefern lauten Forlen, Dählen oder Föhren. Der Begriff Föhre ist in verschiedenen Formen in fast allen indoeuropäischen Sprachen vorhanden. Auch das englische Wort „fir“ leitet sich davon ab. Es bedeutet aber mittlerweile „Tanne“. Das Wort „Kiefer“ ist im deutschen Sprachraum erst seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Die symbolische Bedeutung der Kiefer
Der US-amerikanische Bundesstaat Maine wird auch „The Pine Tree State“ genannt, also „Der Kiefern-Staat“. In seiner Fahne und seinem Siegel tragt er die Kiefer als Symbol. Die Chinesen betrachten die Kiefer seit Generationen als Sinnbild für ein langes Leben, aber auch für Beständigkeit und Disziplin. Die Kiefernnadeln treten meist paarweise auf, was die Chinesen eine lange, glückliche Ehe und Zweisamkeit denken lässt. Kiefer, Pflaume und Bambus sind die drei Freunde des Winters.
Die Gewinnung von Kolophonium
Das frische Harz der Kiefer und manchmal anderer Koniferen liefert die Basis für die Gewinnung von Terpentinöl. Dieses erhält man durch eine Destillation über Wasserdampf. Das ätherische Öl ist farblos und leicht entzündlich, löst sich in Alkohol, riecht sehr stark und verfliegt bereits bei gewöhnlichen Temperaturen sehr schnell. Die Industrie gibt das Terpentinöl verschiedenen Produkten zu, z. B. Kosmetik, Farben, Lacken, Lösungsmitteln und Reinigungsmitteln. Die Volksmedizin weiss zu berichten, dass man Terpentinöl für entzündliche Hauterkrankungen und Gelenkkrankheiten verwenden kann. Hierfür muss es stark verdünnt sein.
Bei der Destillation von Terpentinöl fällt ein Rückstandsprodukt an, das man Kolophonium nennt. Der Name geht auf die antike Stadt Kolophon zurück, die eines der bedeutendsten Handelszentren für diese Substanz war. Das durch Destillation gereinigte Kolophonium kann weiterverarbeitet werden. Man produziert z. B. Harze für den Geigenbogen damit, mit dem die Rosshaare der Bögen eingerieben werden, damit sie besser schwingen. Aber auch Linoleumböden, Leim und Kaugummi aus Kolophonium gibt es. Das Kolophonium ist hellgelb, rötlich oder braun und lässt sich in Alkohol lösen.
Räuchern mit Kolophonium
Der Duft des Kolophoniums beim Räuchern ist leicht süsslich und erinnert uns an die Tiefe der Wälder. Frische zieht durch unser Gemüt. Hausräucherungen enthalten oft Kolophonium, um das Haus vor Schaden und Unglücken zu schützen. Durch den Duft von Kolophonium verschwindet das Alte, das uns zu sehr bedrückt. Es macht Platz für das Neue, das uns störungsfrei umfängt.
Der Pflanzengeist steht für die Zähigkeit, das Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, durchzuhalten. Wir lassen uns durch keinerlei widrige Umstände davon abhalten, unsere Ziele zu erreichen. Wenn wir trauern, schenkt uns der Rauch des Kolophoniums neue Zuversicht und die Kraft, ein Kapitel im Buch des Lebens zu beenden und ein neues zu beginnen. Kiefernrauch desinfiziert die Luft und macht die Atmosphäre gemütlich.
Schon in alter Zeit, als Weihrauch und andere Importwaren viel zu teuer waren, räucherten die Menschen mit dem Kiefernharz.
Duft: waldig, aromatisch, süsslich, frisch
Pflanzenfamilie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Resina colophonium
Pflanzenteil
Harz
Zweitbezeichnung
Forlen, Föhren, Dählen
Herkunft
Portugal
Marke
RäucherWelt
