Die Königskerze ist eine in Mitteleuropa heimische Pflanze, die oft an warmen, aber kargen Orten gedeiht. Sie ragt sehr gerade empor, als wolle sie Himmel und Erde verbinden.
Die Königskerze in der Tradition
Die Königskerze gilt als traditionelle Zauberpflanze, über die sich die Menschen schon seit langer Zeit Gedanken machen. Sie wird besonders mit dem Kult um die Sonne und dem Element Feuer assoziiert, was an ihrer strahlend gelben Farbe liegen mag. Die Bezeichnung „Kerze“ im Namen deutet dies schon an. Ihr werden starke Kräfte gegen Gewitter, Blitzeinschläge und Wetterzauber nachgesagt. Aber auch gegen Menschen, die Böses im Sinn haben, lässt sie sich wenden. Sie symbolisiert das innere Licht des Menschen. Schon die heilkundlich versierte Hildegard von Bingen schlug vor, die Königskerze gegen depressive Verstimmungen und zur Stärkung des Herzmuskels zu verwenden.
Die christliche Überlieferung stellt die Königskerze in den Dienst der Gottesmutter Maria. Diese soll, mit der Pflanze als „Himmelsbrand“, das ganze Land segnen. In diesem Gewächs soll ein guter Geist beheimatet sein, der als abwehrender Zauber gegen schlechte Absichten wirkt und auch einen Bann über Dämonen erwirken kann.
Trägt man die Wurzel der Königskerze als Amulett, soll dies vor Erkrankungen aller Art schützen. Dafür muss sie aber nach bestimmten Vorschriften ausgegraben werden, nämlich an einem Freitag bei abnehmendem Mond und vor dem Aufgang der Sonne. Traditionelle Bauernregeln besagen, dass man die Königskerze in der Nähe des Hofes pflanzen soll, damit kein Blitz einschlägt. Für eine Kräuterweihe kann man die Kräutermischung „Neunerlei“ verwenden. Die Königskerze spielt in dieser Mischung eine grosse Rolle.
Wirkungen der Königskerze
Wer mit Königskerzenblüten räuchert, kann darauf hoffen, dass seine Anspannung weicht und eine harmonisierende Wirkung eintritt. Darüber hinaus dient die Räucherung der Reinigung von Räumen, wenn die Raumumgebung negativ aufgeladen ist, und auch als Mittel gegen Elektrosmog. Räuchert man zur Mittsommernacht bzw. zur Wintersonnenwende, sollte die Königskerze dabei sein, denn sie hat einen starken Lichtbezug. In der Königskerze wirkt die Kraft der Sonne, sodass sie einen Bezug zum Herzen entfalten kann und gegen Missstimmung hilft. Die Blattrosette ist der Sonne ähnlich. Aus ihr gedeiht der zepterförmige Stiel, der majestätisch in Richtung des Himmels und der Sonne zeigt. Die gelben Blüten stehen wegen ihrer Farbe ebenfalls für Sonne und Licht. Die Pflanze wächst an warmen, trockenen Orten am besten, was ein weiterer Sonnenbezug ist. Die leicht filzige Auskleidung mit Härchen soll die Pflanze vor der Austrocknung bewahren. In früheren Zeiten wurde aus den Blättern der Königskerze ein Docht geformt, der dann in Öllampen und Kerzen verwendet wurde. Saturn erkennt man in der haarigen Oberfläche. Dieser richtet sich gegen böse Kräfte.
Der Duft als Kennzeichen und Botschaft
Der Duft der Räucherung mit Königskerzenblüten wirkt erhaben, samtig und soll den Anwesenden eine Schutzwirkung geben. Er fordert aber auch Verantwortungsgefühl gegenüber den Tatsachen.
Anbau
Konventionell
Botanischer Name
Verbascum thapsus L.
Pflanzenteil
Blüten
Zweitbezeichnung
Himmelsbrand, Wollkraut, Winterblom, Unholdskerze, Fackelkraut, Wetterkerze, Donnerkerze, Blitzkerze
Herkunft
Ägypten
Marke
RäucherWelt
