Wenn man die Mitteleuropäer fragt, wie sie sich die Schweizer vorstellen, kommen mit Sicherheit nicht nur die Berge, Heidi und die solide Bankenwelt zur Sprache, sondern auch die berühmte Schweizer Schokolade.
Es ist schon 500 Jahre her, dass es in Europa weder Kakao noch Schokolade gab. Vorübergehend galt der Kakao sogar als verbotene Droge.
Aber wie kam die Schokolade nach Europa?
Kakao und Schokolade in Mittelamerika
Der Kakaobaum ist ursprünglich in den Tropen Mittelamerikas beheimatet und wurde dort schon vor der Entdeckung des Kontinents durch Columbus professionell angebaut. Der Kakao als Getränk geht auf die Indianer zurück. Die Bezeichnung Kakao – eigentlich Cacao – stammt aus der Sprache der Maya. Sie benennt sowohl den Baum, seine Früchte als auch das Getränk. Unser Wort Schokolade geht auf die Sprache der Azteken zurück und hiess dort xocolatl. Damit benannten die Menschen das Getränk.
Das aztekische Volk hatte eine hohe Meinung von der Kakaobohne. Man betrachtete die Kakaobohne auch als Götterspeise. Das Volk sah in der Kakaobohne ein Geschenk des Gottes Quetzalcoatl, was so viel wie gefiederte Schlange heisst. Er galt als besonders friedliebend. Auch die angenehm duftenden Blüten waren bei den Azteken sehr beliebt.
Der Kakao heute
Kakaobohnen finden bei den Ureinwohnern vielfältige Verwendung, z. B. als Weihrauch. Ein Beispiel: Die Cuna-Indianer, wohnhaft auf den San-Blas-Inseln in Panama, verbrauchen 25 g Kakaopulver pro Person und Tag. Zahlreiche Rituale und Zeremonien der Stämme werden vom Weihrauch mit Kakao begleitet. Aber auch medizinisch wird die Räucherung mit Kakao eingesetzt. Meist mischt man die Bohnen zu diesem Zweck mit Chilischoten. Alle Erkrankungen mit Fieber – auch Malaria – werden so behandelt.
Der Duft der Kakaobohnen beim Räuchern ist sehr angenehm und ähnelt dem frisch gebrühten Kakaogetränk. Wenn man die Kakaobohnen auf Räucherkohle legt, explodieren sie mit einem Knall.
Es ist in Europa nicht immer leicht, Kakaobohnen zu bekommen. Daher kann man auch auf die besser verfügbaren Kakaoschalen ausweichen. Diese werden auch Kakaohülsen genannt. Durch eine Räucherung mit Kakaoschalen soll man heiterer werden und Trost empfinden. Die Wirkung setzt also auf die Gefühlswelt. Der Duft ist offensichtlich, kommt aber eher unterschwellig zum Tragen. Das Symbol des Kakaos ist der Papagei, der für Sensibilität und Lebensfreude steht.
Duft: ähnlich frisch gebrühtem Kakao, unterschwellig
Pflanzengattung: Sterkuliengewächse
Anbau
Bio
Botanischer Name
Theobroma cacao L.
Pflanzenteil
Bohnenschale
Herkunft
Kenia
Marke
RäucherWelt
