Hopfen heisst auch Echter Hopfen und ist eine Pflanzenart der Familie der Hanfgewächse. Das bedeutet, dass der Hopfen mit dem Hanf verwandt ist, den man als medizinisch wirksame Heilpflanze kennt, aber auch als Lieferant für Substanzen, die sich auf die Psyche und die Wahrnehmung auswirken.
Hopfen ist ursprünglich im nördlichen Eurasien beheimatet. Inzwischen gedeiht er aber auch in Europa, in Amerika und im westlichen Asien. Hopfen bevorzugt einen Boden mit ausreichend Wasserzufuhr und wird zwischen 3 und 5 Metern hoch.
Der Hopfen und seine Geschichte
Schon das Alte Ägypten und das antike Babylon kannten den Hopfen. Man nutzte ihn dazu, Bier zu brauen. Seit dem Mittelalter verwendet man auch in Europa den Hopfen als kulturell bedeutsame Heilpflanze, deren beruhigende Wirkung man schätzte. Wenn man die alten, noch überlieferten Dokumente studiert, stellt man fest, dass der Hopfen wahrscheinlich erstmalig 736 nach Christus in Geisenfeld in der Hallertau angepflanzt wurde. Dort wird er heute noch angebaut. Nur wenig später äusserte sich auch die heilkundige Äbtissin Hildegard von Bingen, die bis heute in der katholischen Kirche verehrt wird, zum Hopfen. Sie erkannte die konservierende Wirkung des Hopfens im Bier und auch seine Effekte auf den Gemütszustand des Menschen. Hopfenblüten kann man nicht nur räuchern, sondern auch rauchen oder als Tee geniessen.
Die Tradition kennt den Hopfen als Zeichen der Fruchtbarkeit. Aus diesem Grund hat man früher häufig Frauen in der Schwangerschaft mit Hopfenbüscheln beräuchert. So wollte man die Schwangerschaft weniger beschwerlich machen.
Dem Hopfen wird eine krampflösende und reinigende Wirkung zugeschrieben. Folgende Anwendungsgebiete sind in der traditionellen Volkskunde bekannt:
- Depressionen
- Würmer
- Erkrankungen der Atemwege, z. B. Asthma
- Gicht
- Herzkrankheiten
- Schlechte Wundheilung
- Kopfschmerzen
- Verdauungsprobleme
- Leberkrankheiten
- Symptome im Magenbereich
- Nervliche Belastungen, Unruhe
- Schlafprobleme
- Probleme in der Menstruation oder während der Wechseljahre
Räuchern mit Hopfenblüten
Der Duft der Hopfenblüten beim Räuchern ist seit langer Zeit beliebt. Er zeigt sich fein und würzig und hat eine leichte Note von Baldrian. Die Hopfendrüsen beinhalten ein feinkörniges, gelbliches Pulver, das sogenannte Lupulin. Dieses verleiht dem Bier einen leicht bitteren Geschmack und macht auch das Räuchern besonders. Es wurde früher auch als pflanzlicher Farbstoff genutzt.
Die Hopfenräucherung kann zur Beruhigung, für euphorisierende Effekte oder zur Betäubung eingesetzt werden. Wer den Hopfen mit anderen Räucherwerken mischen will, sollte z. B. Goldmohn wählen, Giftlattich, Damiana, Sage oder Passionsblume.
Duft: fein, würzig, erinnert an Baldrian
Pflanzenfamilie: Cannabaceae (Hanfgewächse)
Anbau
Bio
Botanischer Name
Humulus lupulus L.
Pflanzenteil
Blüten
Zweitbezeichnung
Echter Hopfen
Herkunft
Deutschland
Marke
RäucherWelt
