Die Goldruten heissen fachlich Solidago und in der Volkssprache auch Goldrauten. Diese Pflanzengattung gehört zu Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es gibt ungefähr 100 Arten.
Die Goldrute in der Botanik
Die Goldruten sind ausdauernde Pflanzen, die krautig wachsen und zwischen 5 und 200 Zentimetern hoch werden. Viele Arten der Goldrute bilden Rhizome. Das sind unterirdisch verzweigte Sprossachsensysteme, die der Überdauerung dienen. Die Stängel sind in den meisten Fällen aufrecht wachsend, seltener liegend. Wenige Arten bringen Verzweigungen hervor.
Die Goldruten kommen vorwiegend in Nordamerika vor. Nur vier Arten stammen ursprünglich aus dem südlichen Amerika, knapp zehn kommen aus Eurasien. Manche Arten wurden von Weltenbummlern vor rund 250 Jahren in Europa eingeführt. Aus Mitteleuropa stammt nur die Gewöhnliche Goldrute. Eingebürgert wurden die Kanadische Goldrute und die Riesen-Goldrute. Die Arten sind nicht immer leicht zu unterscheiden. Im mitteleuropäischen Raum sieht man sie auf Weiden und Wiesen, aber auch am Strassenrand und bei Bächen.
Räuchern mit Goldrute
Goldrute ist eine häufig benutzte Räucherpflanze. Schon die Germanen kannten sie zu diesem Zweck. Über die Goldrute in dieser Zeit ist relativ wenig bekannt. Wir wissen aber, dass sie zu den Wundkräutern gehörte. In der Zeit des Mittelalters räucherten die Menschen mit Goldrute zur Abwehr von Dämonen, die ihnen Krankheit bringen konnten. Diese Dämonen hiessen auch Krankheitsteufel. Die Menschen trugen Amulette und Heilbeutel mit Goldrute darin, um diese zu vertreiben. Auch als Orakel war die Pflanze bekannt. Mithilfe solcher Weissagungen versuchte man vorauszudeuten, ob ein Kranker wieder gesund werden würde oder nicht. Der christlichen Mythologie zufolge brachte Petrus die erste Goldrute zum Spriessen, indem er seinen Stab in die Erde steckte.
Die Räucherung mit Goldrute hindert negative Energien daran, zu uns vorzudringen. Die Blüten der Goldrute sind gelb. Daher zählt sie zu den Sonnenkräutern, die uns Licht und Wärme spenden. Goldrute kann uns Selbstbewusstsein schenken und bei Schwierigkeiten in der Partnerschaft eine helfende Hand reichen. Wir denken durch sie wieder klarer. Probleme, die uns wie eine Blockade behindern und uns als schwere Last niederdrücken, lösen sich langsam auf. Auch eine Räucherung aus Dankbarkeit profitiert von der Goldrute. Wer eine Prüfung glücklich gemeistert oder eine schlimme Krankheit hinter sich gebracht hat, räuchert mit diesem Räucherwerk.
Der Name deutet auf den Volksglauben hin, dass diese Pflanze uns den Weg zum Gold weisen soll. Damit ist aber nicht das Edelmetall gemeint, sondern Glück oder eine richtige Entscheidung. Ist die Entscheidung richtig gewesen oder das Glück zu uns gekommen, räuchern wir mit Goldrute. Diese Räuchersubstanz kann ausserdem Vorhersagen fördern und einen Geldzauber unterstützen.
Vertreiben Sie mit Goldrute traurige und negative Gedanken und schöpfen Sie neue Kraft, Lebendigkeit und sonnige Kräfte. Liebesräucherungen mit dieser Pflanze sind ebenfalls bekannt. So bringen Sie getrennte Paare wieder neu zusammen, wenn dies dem Willen der Beteiligten entspricht.
Die Goldrute mit anderen Räuchersubstanzen kombinieren
Der Duft der Goldrute erinnert an Honig und ist leicht krautig. Daher lässt sie sich gut mit den folgenden Räucherpflanzen kombinieren:
- Alant
- Bärentraube
- Beifusswurzeln
- Bernstein
- Breitwegerich
- Brombeerblätter
- Himbeere
- Johanniskraut
- Kreuzkraut
- Ringelblumen
- Tabakblätter
- Tausendgüldenkraut
- Weihrauch
Die europäische Goldrute gilt als authentisch, die amerikanische als exotischer.
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Solidago virgaurea
Herkunft
Polen
Marke
RäucherWelt
