Der Galgant erinnert in seinem Duft und seinem Aussehen an Ingwer. Es handelt sich um eine Staude von bis zu 2 Metern Höhe. Die Wurzeln haben eine Länge von bis zu 1 Meter. Die Fortpflanzung findet über Ausläufer der Wurzeln statt, die sich horizontal in der Erde ausbreiten.
Wenn der Galgant 4 bis 10 Jahre alt ist, kann man die Wurzeln ernten. Nachdem sie ausgegraben worden sind, werden sie gewaschen und in Stücke geschnitten, die etwas 5 bis 10 Zentimeter lang sind. Dann trocknet man sie.
Der Galgant bevorzugt eine tropische und feuchte Umgebung. Daher wächst er in Thailand, China, Japan, Vietnam, Indonesien, Malaysia, Sri Lanka und in den Antillen.
Die traditionelle Heilwirkung des Galgant
Die Pflanze enthält Stoffe, die scharf schmecken, ausserdem ätherische Öle, Stärke und Flavonoide. Die ätherischen Öle sind zusammengesetzt aus Estern, Monoterpenen, Oxiden u. v. m.
Schon lange ist bekannt, dass Galgant als Gewürz gegen mangelnden Appetit und auch bei Symptomen im Magen- und Darmbereich wirksam ist. Der spätantike Philosoph Plutarch berichtet, dass Galgant und Avicenna kostbare Heilsubstanzen seien. Während des Mittelalters wurde Galgant erstmalig nach Europa gebracht. Hildegard von Bingen, die berühmte Äbtissin und Gelehrte der katholischen Kirche, wusste ebenfalls über die Heilwirkung bei Magen- und Darmkrankheiten Bescheid. Noch heute wird Galgant für Magentees eingesetzt.
Auch Höhepunkte der Kulinarik werden mit Galgant veredelt: Viele Kartoffelsuppen, Eintöpfe mit Gemüse, Gulasch und andere Speisen mit herzhaftem Geschmack profitieren von Galgant als Zutat. Man kann hierfür sowohl frischen Galgant verwenden, den man selbst reibt, oder fertiges Galgantpulver. Extrakte der Pflanze werden auch Likören oder Magenbittern zugesetzt. In Nordeuropa und Russland gilt Bier mit Galgant als Köstlichkeit.
Räuchern mit Galgant
Wenn man die Wurzelknollen gehackt und getrocknet hat, kann man mit ihnen wunderbar räuchern. Sie verströmen einen starken, würzigen, scharfen Duft, der Ingwer ähnelt. Daher wird Galgant meist Räuchermischungen zugesetzt. Dabei wirkt er sich insgesamt durch eine warm-süsse Note aus.
Lassen Sie sich vom Galgant in Ihrer Kraft und in Ihren Energieflüssen wecken. Wer sich hilflos, kraftlos, mutlos oder müde fühlt, vertraut auf Galgant, der das innere Feuer zum Lodern bringt. Galgant wird auch eine Festigung der geistigen Fähigkeiten des Menschen zugeschrieben. Er fördert die Ich-Stärke, den Mut, die Entschlossenheit und die Stärke, um sich aus verfahrenen oder hilflosen Lebenslagen zu befreien. Galgant soll es sogar möglich machen, allzu eng gefasste Grenzen zu sprengen. Ausserdem soll er sich positiv auf die Zeit der Erholung nach einer Krankheit auswirken und die nervliche Kraft fördern. Die Fähigkeit zur Selbstheilung wird gestärkt, Weite und Zuversicht stellen sich wieder ein. Galgant erdet.
Auch die Stimmung und das Gemüt sollen positiv von Galgant beeinflusst werden. Der Selbstzweifel löst sich auf – und gleichzeitig der Schutz davor, sich selbst zu überschätzen, erhöht. Galgant fördert die Tapferkeit, die Tatkraft, die Durchsetzungsfähigkeit und das dynamisch-souveräne Zupacken. Wer momentan zu chaotischem Denken und unüberlegten Reaktionen neigt, findet wieder Ausgeglichenheit und zur Klarheit des Geistes zurück.
Eine besonders bekannte Mischung für die Psyche beinhaltet neben Galgant auch Myrrhe, Weihrauch und Mastix.
Duft: erinnert an Ingwer, würzig, scharf, aromatisch, aber auch warm-süss
Pflanzenfamilie: Zingiberaceae (Ingwergewächse)
Anbau
Bio
Botanischer Name
Alpinia galanga L.
Pflanzenteil
Wurzel
Zweitbezeichnung
Thai-Ingwer, Galangawurzel
Herkunft
Indonesien
Marke
RäucherWelt
