Elemi ist der Name für das Baumharz verschiedener Baumarten. Elemi wird in der Medizin, in der Technik und als Räucherwerk genutzt. Manchmal werden auch die Bäume selbst so genannt, was aber eigentlich falsch ist. Die meisten Stammpflanzen der Elemiharze gehören zu den Balsambaumgewächsen. Die etwa 100 Arten gedeihen vor allem in den tropischen und subtropischen Wäldern von Afrika, Asien und Australien. Diese Bäume sehen sehr ähnlich aus und ihre Harze haben ähnliche Eigenschaften beim Räuchern. Elemi und asiatisches Dammar stammen zwar von Bäumen derselben Gattung, sollten aber nicht verwechselt werden.
Elemi in der Geschichte
Dieses Baumharz ist seit der Antike als blutstillendes Mittel bekannt, schon bei Plinius dem Älteren wird es erwähnt. Im Alten Ägypten setzte man Elemi bei der Einbalsamierung Verstorbener ein.
Im Mittelalter taucht der Begriff Elemi wieder auf. In dieser Zeit ist es als Wundheilmittel beliebt. Im 16. und 17. Jahrhundert versteht man unter Elemi vor allem Harze von Bäumen aus Mittelamerika und Südamerika, aber auch aus der Pazifikregion.
Die Nutzungsmöglichkeiten von Elemi
Wird die Rinde der entsprechenden Baumarten eingeschnitten, tritt ein weisses, hellgelbes oder hellgrünes Harz aus. Dieses ist klebrig, trüb und härtet an der Luft ab. Nach längerer Lagerung wird Elemi dunkler, zäher und besitzt einen glasigen Bruch. Wichtige Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Harzalkaloide, Resene, Elemisäuren und Bitterstoffe. Wenn Elemi an den Bäumen trocknet, ist es sehr hart. Das sorgfältig gewonnene, weichere Elemi gilt als hochwertiger.
Neben den hervorragenden Eigenschaften als Räucherwerk kann man Elemi auch mit Dampf destillieren und so das Elemi-Öl erhalten. Es duftet nach Zitrone und Wald, besitzt aber auch ein Fenchel-Aroma.
Elemi benutzt man zur Herstellung von Öllacken, anderen Lacken und Seifen. Auch als Ersatz für Aquarellfarben dient es. In der Welt der Parfüme schätzt man Elemi als Lieferant eines interessanten Duftstoffes.
Katholiken kennen Elemi aus früheren Zeiten als Ersatz für Weihrauch.
Die Ureinwohner der Herkunftsländer benutzen Elemi seit Langem für Salben, Pflaster und Wundauflagen, mit denen sie Hautkrankheiten und Wunden behandeln.
Räuchern mit Elemi
Fast alle Elemiharze verströmen beim Räuchern einen ähnlichen Duft. Ist das Harz noch sehr frisch, duftet es leicht nach Minze, Frucht, Fenchel, Zitrone und Pinie. Ausserdem erfrischt es uns, erinnert ein wenig an Weihrauch und hat einen klärenden Effekt. Nach einer längeren Lagerungszeit tritt eine aromatisch-würzige Note nach Harz hinzu. Diese ersetzt die Frische etwas, wird aber ebenfalls als sehr angenehm empfunden.
Elemi macht uns wach und stärkt unsere Konzentrationsfähigkeit. Eine milde Raumreinigung profitiert von Elemi ebenso. Am besten mischt man es zu diesem Zweck mit Koniferen-Nadeln (z. B. von Zirben oder Pinien).
Man kann Elemi gut alleine verräuchern. Da es klebrig ist, kann es aber auch andere Räucherstoffe binden. Kommt man mit der klebrigen Masse nicht zurecht, gibt man einfach etwas Zimtpulver oder Sandelholzpulver hinzu.
Viele traditionelle Räuchermischungen aus Indien beinhalten Elemi. Es ist wichtig, weil es unsere Chakren aktivieren kann, unsere Hellsichtigkeit fördert und Räume energetisiert. Elemi öffnet unser Herz, verbessert unsere Stimmung und kann uns sogar euphorisieren.
Visionsräucherungen mit Elemi haben nicht das Ziel, uns schöne Träume zu bescheren, sondern uns den rechten Weg zu weisen.
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Canarium luzonicum
Pflanzenteil
Harz
Zweitbezeichnung
Manila-Elemi
Herkunft
Philippinen
Marke
RäucherWelt
