Der Copaivabalsam wird mithilfe des Kopaiabaums / Copaiferabaums hergestellt, der bevorzugt in den tropischen Gebieten Südamerikas wächst. Er kommt vor allem in Venezuela, Guatemala, Brasilien und Kolumbien vor.
Der Copaivabalsam in der Tradition
Die Arten der Copaiferabäume besitzen besonders ausgeprägte Harzkanäle, aus denen der Copaivabalsam gewonnen wird. Diesem wird in Europa traditionell heilsame Wirkungen bei Erkrankungen der Schleimhaut und bei Geschlechtskrankheiten zugeschrieben. Der Balsam soll auch schleimlösend wirken. Früher benutzte man auch die Arten Copaifera reticulata Ducke und Copaifera guyanensis Benth gegen Tripper (Gonorrhö).
Für die Produktion von Pauspapier, Lackfirnissen und bei der Bemalung von Porzellan wurde der Balsam ebenfalls eingesetzt. In den letzten Jahren wird allerdings diese Produktionsweise immer weniger praktiziert.
In Südamerika schwört die Volksmedizin seit Langem auf den Copaivabalsam. Er wird bei Verletzungen äusserlich und innerlich verabreicht, soll bei Krankheiten der Atemwege und der Haut hilfreich sein und wird auch bei Störungen im Urogenitalbereich angewandt. Bevor man eine solche Behandlung vornimmt, sollte man aber ärztlichen Rat einholen, denn bei einer zu hohen Dosierung des Balsams kann eine Vergiftung entstehen.
Die Eigenschaften des Copaivabalsams
Es gibt Copaiferabäume, die bis zu 50 Liter des Copaivabalsams liefern. Dieser wird durch das Anbohren der Bäume gewonnen.
Der Balsam ist flüssig, relativ klar, gelblich oder gelb-bräunlich. Sein Gewicht ist geringer als das von Wasser. Bei längerer Lagerung wird Copaivabalsam dickflüssiger und dunkler. Er wird, bevor er verkauft wird, mit Filterverfahren gereinigt. Der Balsam verbreitet einen balsamischen, würzigen, holzigen Duft, der leicht an Patchouli und Vanille erinnert. Zunächst wirkt der Duft leicht irritierend, aber aromatisch und erfrischend. Die Wirkung stimuliert die Sexualorgane und reinigt die Atemluft. Traditionell verwendet man Copaivabalsam bei der Räucherung für Erotik, Sexualität und Liebe.
Wer Copaivabalsam zur Räucherung verwenden will, kann es zusammen mit anderen Räuchersubstanzen, die trocken oder in Pulverform vorliegen, zu Kügelchen kneten. Es ist wichtig, den Copaivabalsam erst zum Schluss der Räuchermischung zuzugeben, denn nur dann kann er sich gut auf die übrigen Substanzen verteilen.
Duft: balsamisch, würzig, holzig, erinnert an Patchouli und Vanille, aromatisch, erfrischend
Andere Bezeichnungen: Kopaiabalsam
Lat. Name: Copaifera
Pflanzenteil: Harz
Pflanzenfamilie: Schmetterlingsgewächse (Fabaceae; Es gibt mehrere Arten von Copaiferabäumen)
Anbau
Wildsammlung
Nettogewicht
15 g
Herkunft
Brasilien
Marke
RäucherWelt
