Der Boldo oder Boldobaum ist ein Baum oder Strauch, der zu den Monimiengewächsen zählt. Diese wiederum gehören zur Gattung der Peumus. Der Strauch wird maximal 6 Meter hoch und hat seine ursprüngliche Heimat im Hochland von Chile. Inzwischen wird der Boldo aber im gesamten südlichen Amerika angepflanzt. Man kennt für den Boldo keine besondere Erntezeit, man kann die Blätter ganzjährig abpflücken. Die Indios kannten den Boldo als rituelles Rauchopfer für ihre Götter.
Die heilkundliche Verwendung von Boldoblättern
Die Menschen in Chile benutzen die getrockneten Boldoblätter schon seit 1'300 Jahren für heilkundliche und rituelle Zwecke. Dabei finden sie als Arznei bei zahlreichen Krankheiten Anwendung. Auch gibt es Aufgüsse, Tees und Tinkturen auf der Basis von Boldo, die schon bei den Inkas bekannt waren. Zu den Anwendungsgebieten der Pflanze zählen u. a.:
- Gallensteine
- Geschlechtskrankheiten
- Beschwerden im Magen- und Darmbereich
- Erkrankungen der Leber
- Entzündungen der Ohren
- Probleme mit der Verdauung
- Entzündungen und Schmerzen an den Zähnen
- Rheumatische Beschwerden
Die Chileninnen schwören seit langer Zeit auf eine Salbe, die auf der Basis des Pinienharzes hergestellt wird. Sie soll Geburten erleichtern.
Räuchern mit Boldoblättern
Wenn Sie mit Boldoblättern räuchern, entsteht ein Duft, der Sie fein, herb und aromatisch verwöhnt. Er erinnert an Harze, Minze, Kampfer, Bergamotte und Zitrone. Die Ziele der Räucherung mit Boldo sind die Reinigung und Beruhigung, der Ausgleich und die Anregung für das Denken. Ausserdem ist die Wirkung erfrischend und zentrierend. Bei allzu grossem Durcheinander kehrt die Klarheit zurück.
Boldoblätter lassen sich gut verbinden mit Copal, Eisenkraut, Damiana, Melisse, Mastix, Lorbeer, Zeder, Weihrauch und Vetiver. Für die Räucherung werden die Blätter getrocknet.
Die Räucherung mit Boldoblättern kann bei Krankheiten im Bereich der Atmung, bei stressigen und nervösen Situationen und bei innerer Unruhe angewendet werden. Auch gegen Schlafprobleme soll sie helfen. Dämonen, die Krankheiten bringen, sollen ebenfalls mit dieser Räucherung verscheucht werden.
Empfehlenswert ist die Räucherung vor allem am Abend.
Duft: fein, herb, aromatisch, harzig, nussig (erinnert an Minze, Kampfer, Zitrone und Bergamotte)
Pflanzenfamilie: Monimiaceae (Monimiengewächse)
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Peumus boldus Molina
Pflanzenteil
Blätter
Herkunft
Chile
Marke
RäucherWelt
