Die Räucherung mit Blutweiderichkraut schenkt uns und unserer Umgebung Sachlichkeit, wo emotionale Hitzigkeit den Blick auf das Wesentliche verstellt. Mit Blutweiderich kehren wir zu Veränderungen zurück, die ein positives Wachstum bedeuten.
Botanik des Blutweiderichs
Der Gewöhnliche Blutweiderich heisst auch Lythrum salicaria und stammt aus Europa und Asien. Im 19. Jahrhundert kam er nach Nordamerika und hat sich dort stark verbreitet. Blutweiderich ist eine Wildstaude, die zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) zählt. Oft wird die Pflanze nur geduldet, nicht aber wertgeschätzt, obwohl der Blutweiderich in Nordamerika keine angestammten Pflanzenarten verdrängt.
Verwendung von Blutweiderich
In der Antike berichtete Plinius davon, dass Blutweiderich bei Ekzemen hilfreich ist. Dioskurides nannte die Pflanze als Mittel gegen Ruhr und Blutspeien. Meist wurden die Blüten und der Wurzelstock als Arznei verwendet.
Während des Mittelalters nutzte man den Gewöhnlichen Blutweiderich wegen seiner heilenden Wirkungen. Er besitzt Inhaltsstoffe, die bei Hautkrankheiten und Durchfall, z. B. Ruhr, helfen können. Auch wurde er damals geschätzt, weil er den Blutzuckerspiegel senken kann.
Der Blutweiderich wurde oft während der Cholerapandemie im 19. Jahrhundert eingesetzt. Die Pflanze hat blutstillende, entwässernde und adstringierende Wirkungen und bekämpft Bakterien. Ihre Effekte als blutstillende Arznei gaben ihm vermutlich seinen Namen. Der rote Farbstoff wurde zum Färben von Zucker verwendet.
In früheren Zeiten des Hungers galten die jungen Sprosse, Laubblätter und die Grundachse als Gemüse. Holz und Seile wurden mit Bluterweiderich imprägniert, damit sie im Wasser nicht zu schnell faulen.
Wissenschaftliche Untersuchungen bei der Landbevölkerung des mediterranen Raums ergaben, dass Blutweiderich vor einer Erkrankung mit Diabetes Typ 2 schützt. Die Pflanze enthält viele Gerbstoffe, sodass man ihren Saft schon im 16. Jahrhundert zum Gerben von Leder verwendete. In Gärten, die naturnah angelegt sind, ist sie häufig zu finden und lockt Bienen und Schmetterlinge an.
Blutweiderich hat wasserreinigende Eigenschaften, daher benutzt man ihn in Klärzonen von Schwimmteichen. In der Sommerzeit ist ein Strauss Blutweiderich sehr hübsch anzuschauen. Wer den Herbst schätzt, freut sich über die getrockneten Stängel mit den Samenständen.
Räuchern mit Blutweiderich
Wenn man am Wegesrand Blutweiderich entdeckt, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Boden reich an Wasser ist. Oft steht er sogar mit dem unteren Pflanzenbereich im kühlen Nassen, während die Sonne auf seine Blüten strahlt. Dies symbolisiert auf feinstofflicher Ebene einen Menschen, der zwar kalte Füsse bekommt, sich aber dennoch der Sonne, also den wartenden Herausforderungen, zuwenden kann. Daher räuchern wir beispielsweise mit den Blüten des Blutweiderichs, wenn wir einen Blackout bei einer Prüfung vermeiden wollen oder wir von Lampenfieber betroffen sind. Wir geben uns Bestes, während wir mit kühler Sachlichkeit versorgt werden.
Da der Blutweiderich mit seinen purpurfarbenen Blüten sehr viele Insekten anlockt, gilt er als Schutzpflanze, die das Positive anzieht. Dem Negativen schenkt der Blutweiderich keinen Raum.
Der Rauch von Blutweiderichkraut wirkt am Anfang kühl und duftet herb und krautig. Nach einiger Zeit verwandelt sich der Duft in eine brenzlige, scharfe und bittere Note. Die kühle Wirkung wird zu Wärme.
Wenn wir mit Blutweiderichkraut räuchern, empfangen wir einen Ausgleich für die Kräfte der Elemente. Der Duft schenkt uns eine Balance zwischen gefühlsbetonter Hitzigkeit und Sachlichkeit. Belange, die wir sachlich angehen müssen und die auf Wachstum und Veränderungen abzielen, können wir mit der Räucherung gut unterstützen.
Wir räuchern mit dem Kraut des Blutweiderichs z. B. bei Stress, vor Prüfungen oder Vorträgen, wenn wir einen kühlen Kopf und eine innere Balance bewahren müssen. Das Kraut lässt sich wunderbar mit Pappelknospen, Weidenrinde, Birkenknospen, Wasserdost oder Mädesüssblüten kombinieren. Alle diese Pflanzen bevorzugen feuchte Standorte und wirken stärkend und stabilisierend auf die innere Festigkeit. Ihre Schutzwirkung ist seit Langem bekannt. Der Rauch unterstützt Menschen, die unsicher durch das Leben gehen.
Anbau
Wildsammlung
Botanischer Name
Lythrum salicaria
Herkunft
Ungarn
Marke
RäucherWelt
