Deutscher Name: Holzapfel
Botanischer Name: Malus sylvestris (pumila)
Kurze Charakteristik
Für Menschen, die sich – körperlich oder seelisch – verunreinigt oder vergiftet fühlen.
Einsatzbereich
Zur Basisbehandlung bei: Sauberkeitszwängen, zwanghaftem Charakter, Zwangsmoral, Verunreinigungs- oder Vergiftungswahn, externer oder interner Toxinbelastung, Hauterkrankungen, Belastung durch chronische Krankheitsherde.
Alle krankhaften Störungen, die mit krankhaftem Sauberkeits- oder Ordnungsbedürfnis einhergehen oder davon ausgelöst wurden.
Im täglichen Leben bei: Kleinlichkeit in Sauberkeitsfragen, Ekel, Infektionen, Hautproblemen.
Ursprung und Bild des Crab Apple-Syndroms
Die Anlage besteht aus einem ausgeprägten Bedürfnis nach Sauberkeit und Ordnung sowie einer gewissen Unselbständigkeit und Beeinflussbarkeit.
Bei harmonischer Entwicklung entsteht daraus ein ausgesprochen reinlicher und loyaler Mensch, der sich im Rahmen dessen hält, was allgemein als gut und richtig gilt – also ein ordentliches Mitglied der Gesellschaft. Er ist nicht ur äusserlich sauber, sondern auch innerlich rein und besitzt eine unbestechliche, an hohen menschlichen Werten orientierte Moral und Lebenshaltung. Aus diesen Eigenschaften resultiert meist auch eine gute Gesundheit, weil er Verunreinigungen jeder Art, zum Beispiel durch schädliche Stoffe (vor allem Ernährung), Krankheitserreger (Ansteckung!) oder verkommene Menschen vermeidet.
Unter ungünstigen Umständen dagegen entsteht ein zwanghaftes und übertriebenes Bemühen um äussere oder innere Sauberkeit, das sich im Extremfall bis zum Verunreinigungswahn steigern kann. Sauberkeit hat hier ihren eigentlichen, lebensfördernden Sinn verloren, wird grösstenteils ohne reale Berechtigung praktiziert und dient vor allem dazu, psychische Zwänge abzuleiten. Menschen im Crab Apple-Zustand sehen oder vermuten zum Beispiel überall in ihrer Umgebung Schmutz oder putzen unnötig herum (»Putzfimmel«); dabei können sie auch andere mit ihren übertriebenen Sauberkeitsvorstellungen tyrannisieren oder sich selbst wegen vermeintlicher Unsauberkeit verabscheuen. Oft sind sie von krankhaftem Ekel beziehungsweise unbegründeter Furcht vor Verunreinigung gepeinigt, was sich nicht nur auf eine mögliche Ansteckung durch Krankheitserreger oder eine Schädigung durch Gifte beziehen kann, sondern auch auf unmoralisches Verhalten. Besonders problematisch ist für sie die Sexualität. Da sie diese als irgendwie schmutzig empfinden, können sie oft kein positives Verhältnis zu ihr entwickeln. Wenn sich der Sauberkeitszwang nach innen richtet, kann sich eine lebensfremde, pseudo-reine Moral etablieren, in deren Namen der Crab Apple-Mensch sich selbst tyrannisiert oder anderen auf die Nerven geht. Manchmal steigert sich dies zum neurotischen Wunsch nach seelischer Reinheit, der es ihnen dann unmöglich macht, ein natürliches Leben zu führen.
Wirkungsrichtung der Crab Apple-Essenz
Crab Apple ist das Mittel für gesunde Sauberkeit. Es wirkt körperlich und seelisch. Einerseits baut es krankhafte Verunreinigungs- oder Versündigungsgefühle, Ekel, Angst vor Unsauberkeit und zwanghafte Reinheits-Moral ab, andererseits ist es nützlich zur allgemeinen Blut-Reinigung. Daher kann es bei Hautunreinheiten, Ekzemen, chronischen Entzündungen, aber auch als Schutz gegen Ansteckung helfen. Wer viel mit kranken Menschen zu tun hat, sollte Crab Apple vorbeugend nehmen.
Psychologisch-therapeutische Anmerkungen
Der Crab Apple-Mensch ist relativ unselbständig und leicht beeinflussbar. Daher kann er sich dominanten und intoleranten Eltern, Erziehern oder Autoritätspersonen kaum widersetzen. Bereits in der Kindheit lässt er sich ihre Vorstellungen und Normen aufzwingen und versucht dann sein Leben lang krampfhaft, ihren meist moralisch definierten Erwartungen gerecht zu werden. Da diese aber nicht «auf seinem eigenen Mist gewachsen« sind, kann er sie nicht ihrem eigentlichen Sinn entsprechend, sondern lediglich der äusserlichen Form nach erfüllen, was zwei fatale Folgen hat: einerseits einen zwanghaften, kleinlichen und sinnentleerten Formalismus und andererseits eine dauernde Angst vor Versagen und Bestrafung, die sich auch als Unzulänglichkeits- oder Schuldgefühl äussert. Weil das Reinheitsbedürfnis eine Grundkomponente in der Psyche des Crab Apple-Menschen ist, wird es in diese negative Entwicklung einbezogen und steigert sich dann oft zu einem neurotischen Sauberkeitszwang, der sich je nach geistigem Entwicklungsstand auf die äussere Erscheinung, die innere Haltung oder – was meistens der Fall ist – auf beides erstreckt. Statt nach seinen eigenen, angeborenen Massstäben und Bedürfnissen zu leben, versucht er gehorsam und möglichst genau, fremde Normen zu erfüllen, wobei für ihn immer irgendeine Beziehung zu Sauberkeit, Reinheit oder Ordnung besteht.
Um davon freizuwerden, muss er sich und seine persönlichen Bedürfnisse besser kennenlernen. Er sollte sich angewöhnen, nur aus selbstgefundener Verantwortung zu handeln und fremde Meinungen, Vorschriften, Traditionen oder Dogmen stets darauf zu überprüfen, ob sie auch für ihn Gültigkeit haben. Dann wird er wirklich so integer, korrekt und reinlich leben können, wie es seiner Natur entspricht. Vor allem braucht er einen Sauberkeitsbegriff, der seinem persönlichen Wesen entspricht.
Der Grundgedanke ist: Wenn Sauberkeit und Ordnung sich ganz selbstverständlich und von alleine ergeben, Freude machen und die Lebensumstände verbessern, sind sie richtig; wenn sie aber mit Zwang und Selbstvergewaltigung einhergehen oder zum Ausgleich von Unsicherheit oder Ängsten dienen, sind sie krankhaft und krankmachend. Das gilt auch für alle Formen der Moral, die ja eine Art innerer – charakterlicher oder seelischer – Sauberkeit darstellt.
Obwohl in jeder moralischen Idee ein allgemeingültiger Sinn steckt, kann sie doch für den einzelnen Menschen schädlich sein, wenn sie nicht seiner persönlichen Lebensart und seiner individuellen psychischen Konstellation entspricht. Dann kann sie das persönliche psychische Gleichgewicht zerstören, und dies um so nachhaltiger, je früher sie unter Zwang in der kindlichen Psyche verankert wurde.
Letztlich kann uns nur unsere eigene, persönliche Moral, die Ausdruck unseres individuellen Wesens und ein unerlässlicher Faktor unserer Selbstverwirklichung ist, frei und gesund erhalten – was allerdings manchmal auch bedeuten kann, dass wir in einen Konflikt zur gerade vorherrschenden Massenmoral geraten.
Häufige Kombinationen mit anderen Mitteln
Nr. 19 Larch - Unreinheitsgefühl mit Selbstverachtung.
Nr. 20 Mimulus - Übertriebene Angst vor Unsauberkeit.
Nr. 24 Pine - Moralisch eingefärbter Sauberkeitszwang.
Nr. 27 Rock Water - Übertrieben sauber und diszipliniert.
Nr. 29 Star of Bethlehem - Krankhafter Ekel.
Nr. 32 Vine - Kleinlicher Sauberkeitsfanatismus.
Nr. 35 White Chestnut - Quälende Verunreinigungs-Gedanken.
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Inhalt
20 ml
Marke
Nelsons GmbH
