{"product_id":"bachblueten-einzelessenz-centaury","title":"Nr. 4 Centaury (Tausendgüldenkraut)","description":"\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eDeutscher Name:\u003c\/strong\u003e Tausendgüldenkraut\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eBotanischer Name:\u003c\/strong\u003e Centaurium erythraea (umbellatum)\u003cbr\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eKurze Charakteristik\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Für übertrieben gutmütige oder unterwürfige Menschen, die sich zu sehr ausnützen lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eEinsatzbereich\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Zur Basisbehandlung bei: Persönlichkeits- und Lebensschwäche mit  mangelnder Selbstbehauptungskraft, Unterwürfigkeit oder Servilität,  Unselbständigkeit, sorgenvoller Selbstlosigkeit, Selbstverleugnung oder  Verzichtbereitschaft.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Alle krankhaften Störungen, die mit krankhafter Gutmütigkeit oder Unterwürfigkeit einhergehen oder davon ausgelöst wurden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Im täglichen Leben bei: Schüchternheit, übertriebener Gutmütigkeit oder Nachgiebigkeit.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eUrsprung und Bild des Centaury-Syndroms\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Die Anlage besteht in überdurchschnittlicher Hingabefähigkeit und ausgeprägtem Altruismus.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Bei harmonischer Entwicklung entsteht daraus ein sehr altruistisch  eingestellter, gutmütiger und mitfühlender Mensch. Weil er genau spürt,  ob seine Mitmenschen sich wohlfühlen, und weil davon auch sein eigenes  Wohlbefinden abhängt, ist er immer bereit, sich ihnen zur Verfügung zu  stellen oder ihnen bei Schwierigkeiten behilflich zu sein. Sein  Verhalten entspricht dem, was man im guten Sinnen unter  »Selbstlosigkeit« versteht, und weil es mit so grosser, unbezweckter  Natürlichkeit geschieht, nützt es nicht nur den anderen, sondern auch  dem Centaury-Menschen selbst: er lebt damit seine angeborene  Hingabefähigkeit aus, folgt seiner inneren Bestimmung und verwirklicht  sich selbst. (Selbstverwirklichung – die Voraussetzung für ein  erfülltes, glückliches Leben – besteht ja darin, dass wir alle unsere  Anlagen und Möglichkeiten optimal entwickeln und entfalten.) So dient er  den Menschen, ohne ein Diener zu sein, hilft sich selbst, indem er  anderen hilft, ist selbstlos um seiner selbst willen. Und die  Beliebtheit, die er deshalb geniesst, wird durch die Tatsache, dass er in  so selbstverständlicher, freilassender Weise gibt, noch wesentlich  verstärkt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Unter ungünstigen Umständen kann seine Selbstlosigkeit zum  Selbstverlust und seine Hingabefähigkeit zur Selbstaufgabe entarten.  Dann bewirkt sein menschenfreundliches Dienen ungute, menschenunwürdige  Verhältnisse, die in rücksichtslosem Ausnützen und krankhaftem  Sich-ausnützen-lassen bestehen. Menschen im krankhaften Centaury-Zustand  besitzen keine Kraft zur Selbstbehauptung und erfüllen zwanghaft oder  unterwürfig alle Wünsche und Forderungen, die an sie gestellt werden.  Dabei werden sie schwach, frustriert oder depressiv und sind unfähig zu  einem eigenen, sinnvollen Leben. Sie gleichen jenen Tieren, deren Wille  gebrochen ist und deren Lebenszweck darin besteht, missbraucht und  verbraucht zu werden. Daher kommt es oft vor, dass sie ihr Leben mit der  aufopfernden Pflege egoistischer, rücksichtsloser Familienangehöriger  vergeuden, dass sie sich von menschenverbrauchenden Institutionen  ausnützen oder sich von jedem, der autoritär auftritt, unterjochen  lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       So edel diese Haltung manchmal auch erscheinen mag und so angenehm  sie für diejenigen ist, die gerne auf Kosten anderer leben, so  unheilvoll ist sie letztlich für den Centaury-Menschen selbst.  Vordergründig erleichtert es ihn zwar, seinem krankhaften Zwang  nachzugeben, in der Tiefe seines Wesens aber ruft die Unmöglichkeit, den  eigenen, berechtigten Bedürfnissen entsprechend zu leben und die eigene  Persönlichkeit zu entwickeln, Unzufriedenheit und depressive  Verstimmungen hervor.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Daran können auch die moralischen Ersatzwerte, mit denen er manchmal  die verlorene Lebensfreude zu kompensieren versucht, nichts ändern. Für  jedermann angenehm, missbrauchbar und seine Selbstverwirklichung nicht  wagend, gleicht er – auch wegen der oft bestehenden Schwächezustände  oder Entwicklungsstörungen – einer am ungünstigen Standort  dahinkümmernden Pflanze. Die blasse oder gar gebrochene Persönlichkeit,  die allgemeine Kraftlosigkeit, die untergründige Freudlosigkeit zeigen,  dass hier etwas nicht stimmt, dass gegen grundlegende Gesetze des Lebens,  das immer auf Entfaltung, Wachstum und Freude ausgerichtet ist,  verstossen wird. Daher kann man auch in der Gegenwart von typischen  Centaury-Menschen höchstens Mitleid, nicht aber Freude empfinden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eWirkungsrichtung der Centaury-Essenz\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Centaury ist das Mittel gegen Selbstaufgabe und krankhaften Verzicht.  Es gibt persönliche Stärke, fördert das Bewusstsein, einen eigenen Wert  und das Recht auf ein eigenes Leben zu besitzen. Man sollte Centaury  unselbständigen, schüchternen oder übertrieben gutmütigen Menschen geben  – vor allem Kindern -, damit sie fähig werden, ihren Platz in der  Gesellschaft einzunehmen und zu behaupten. In der Familientherapie wird  es oft bei Abhängigkeiten oder Ausnützungs-Verhältnissen benötigt.  Centaury fördert die sexuelle Entwicklung von Kindern mit farbloser  Persönlichkeit und kann aufgrund seiner aufrichtenden Wirkung bei  Wirbelsäulenbeschwerden unterwürfiger Menschen nützlich sein.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003ePsychologisch-therapeutische Anmerkungen\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Die natürliche Hingabefähigkeit des Centaury-Menschen, die mit grosser  Selbstlosigkeit gepaart ist, macht es ihm schwer, sich den Ansprüchen,  die seine egoistische Umwelt an ihn stellt, zu widersetzen. Er gehört zu  jenen Menschen, die niemals »nein!« sagen können. Daher ist er für alle  besitzergreifenden, fordernden Menschen eine »leichte Beute«.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Vor allem empfindsame, altruistische Kinder werden oft schon früh von  egozentrischen, willkürhaften Eltern oder Erziehern zu Sklaven gemacht,  die es kaum wagen, eigene Wünsche zu haben oder zu äussern.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Um überleben zu können, müssen sie lernen, immer nachzugeben,  aufopfernd die Forderungen anderer zu erfüllen und sich selbst nichts  oder nur wenig zu gönnen. Dieses Verhalten wird ihnen schliesslich zur  zweiten, ins Erwachsenenalter übernommenen Natur, da es die Möglichkeit  zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ausschliesst. Auch ihre Umwelt  gibt ihnen dazu kein Chance, weil ja jede menschliche Beziehung auch  eine gewisse Beeinflussung mit sich bringt. So schreibt R. Wilhelm im »I  Ging«: »Wahrhaftigkeit gegen das Zersetzende ist gefährlich – auch dem  besten Menschen nahen sich gefährliche Elemente. Wenn man sich mit  diesen einlässt, so wirkt ihr zersetzender Einfluss ganz langsam, aber  sicher und zieht seine Gefahren unvermeidlich hintennach. « Jede unserer  Unarten löst bei Menschen, mit denen wir zu tun haben, das  entsprechende, ebenso üble Verhalten aus. Überraschenderweise gilt dies  auch für die scheinbar vorbildliche Centaury-Einstellung.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Denn wie ein Raubtier gerade durch die Ängstlichkeit seines Opfers  bösartig wird, so provoziert die unnatürliche, zwanghafte Willfährigkeit  bei dafür veranlagten Menschen eine entsprechend übertriebene,  hemmungslose Willkür.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Wenn man mit einem Centaury-Menschen zu tun hat, erwartet man  geradezu automatisch gutmütiges Nachgeben oder selbstloses  Entgegenkommen und kommt kaum auf die Idee, ihm auch eigene Ansprüche  und Bedürfnisse zuzugestehen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Das Krankhafte daran besteht nicht darin, dass er seine eigenen  Interessen zurückstellt, um anderen behilflich zu sein, sondern dass dies  aus einem unreflektierten, inneren Zwang heraus geschieht. Die  Gutmütigkeit, Selbstlosigkeit oder Aufopferung ist Ausdruck einer unter  dem lebensbedrohenden Druck einer übermächtigen Umwelt entstandenen  Neurose und wird automatenhaft ohne bewusst positive Motivation  praktiziert.\u003cbr\u003e       Es ist für den Centaury-Menschen, da er von Natur aus  »dünnhäutig«, empfindsam und harmoniebedürftig ist, zwar wichtig, mit  seiner Umwelt in gutem Einvernehmen zu stehen, dennoch ist sein  Verhalten nicht der spontane, »unschuldige« Ausdruck seiner Anlagen,  sondern ihr Zerrbild, das sich unter dem Druck ungünstiger  Lebensbedingungen entwickelt hat. Diese bestehen nicht nur in den  Menschen, mit denen er zu tun und denen zu dienen er sich angewöhnt hat,  sondern auch dem geistigen, kulturellen Umfeld, in das er hineingeboren  wurde, das heisst: vor allem der christlichen Moral, die sich weitgehend  auf Schuld, Verzicht und Selbstverneinung gründet. Ihrem Konzept nach  muss sich der Mensch in den Dienst seines Nächsten stellen und seine  persönlichen Bedürfnisse und Eigenarten, falls diese nicht damit  übereinstimmen, unterdrücken oder geradezu ausmerzen. Diese Forderung  ist zwar im Grunde nur eine unrealisierbare Theorie, da sie elementaren  Lebensgesetzen zuwiderläuft (und übrigens nicht einmal von den Kirchen  selbst praktiziert wird), wird aber dem christlich erzogenen Menschen so  tief eingeprägt, dass er seine persönliche Selbstverwirklichung, um  deretwillen er dieses Leben besitzt, nur mit Schuldgefühlen betreiben  kann.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Der gute Christ bekommt ein schlechtes Gewissen, wenn es ihm gut  geht, und sucht sofort zwanghaft nach Möglichkeiten, dafür zu büssen,  indem er sich seine eigene Lebensfreude mit dem bitteren Gift fremden  Leidens verdirbt. Absurderweise meint er, es sei in der Welt besser  bestellt, wenn er mit den anderen mitleide, nach dem Motto: Geteiltes  Leid ist halbes Leid. In Wirklichkeit aber bedeutet geteiltes Leid  doppeltes Leid, weil dabei ja zwei Menschen leiden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Das Fatale daran ist, dass hier ein durchaus richtiges Prinzip  missbraucht wird. Natürlich ist es schön und menschlich wertvoll, Freude  in die Welt zu bringen beziehungsweise Leid zu verringern; doch dies  kann niemand dadurch erreichen, dass er sich selbst dem Leid aussetzt:  mit-leidet. Im Gegenteil: er fügt dem Leiden der anderen sein eigenes,  freiwillig übernommenes hinzu. Die »christliche« Erziehung verwehrt dem  Menschen die fundamentale Erkenntnis, dass nur aus der Freude auch wieder  Freude entstehen, und er nur dann, wenn er selbst froh ist, auch andere  Menschen froh machen kann. So verfolgt er etwas Richtiges auf dem  falschem Weg, und seine Haltung ist statt »heilig« nur schein-heilig.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Im Centaury-Zustand stellt sich der Mensch nicht aus einer  persönlichen, spontanen und selbstverantworteten Motivation, sondern aus  einem inneren, krankhaften Zwang und aus unehrlicher Selbstverleugnung  seinen Mitmenschen zur Verfügung. Er wird nicht froh und stark, während  er andere pflegt, sich für sie aufopfert, ihnen zu Willen ist, sondern  in der Tiefe seiner Seele frustriert. Ein – meist schon nicht mehr  bewusst empfundener – eiserner Reifen presst sein nach einem eigenen Leben  verlangendes Herz zusammen, und zugleich zwingt ihn eine drohende  Stimme in seinem traurigen Inneren, sich selbst zu missachten und auf die  eigene Freude zu verzichten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Daher ist es für ihn lebensentscheidend, seine seelische  Verkrüppelung zu erkennen. Er sollte wissen, dass sein Verhalten nicht,  wie man ihm eingeredet hat und wie er selbst glauben möchte, Ausdruck  einer hohen Moral, sondern lediglich eine Notmassnahme und die krankhafte  Folge einer Persönlichkeits-Unterdrückung ist, die obendrein den allzu  rücksichtslos fordernden Tendenzen bei anderen Vorschub leistet. Er  müsste einsehen, dass er ein Recht auf ein eigenes Leben hat und das, wozu  ihn seine menschenfreundliche, gutmütige Veranlagung treibt, nur  erreichen kann, wenn er aus seiner intakten »egoistischen« Ganzheit  heraus handelt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Wenn er wieder zu sich selbst gefunden hat, wenn er aus seiner  eigenen, persönlichen Moral heraus lebt, statt sich fremdem Zwang und  Dogma zu unterwerfen und dies obendrein für moralisch wertvoll zu  erklären, dann weiss er immer genau, wie er handeln muss: einmal wird er  sich den Ansprüchen anderer versagen, auch wenn sie noch so leiden; und  ein andermal wird er sich, auf Vorteile und Vergnügungen verzichtend,  selbstlos seinem hilfebedürftigen Nächsten zur Verfügung stellen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e       Dabei weiss er, dass er Verantwortung nur für sich selbst, nicht aber  für die Welt zu tragen hat. Er folgt dem Wort: »Wirst du gerufen, so  folge!« Wenn wir, den inneren Ruf dazu vernehmend, einem anderen  selbstlos beistehen, so bedeutet das keine Selbstaufgabe, sondern  freudvolle Selbstverwirklichung.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eHäufige Kombinationen mit anderen Mitteln\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e Nr. 1 Agrimony - Krankhafte Gutmütigkeit. \u003cbr\u003e Nr. 5 Cerato - Hörigkeit durch Persönlichkeitsschwäche. \u003cbr\u003e Nr. 8 Chicory - Selbstsüchtige Aufopferung. \u003cbr\u003e Nr. 12 Gentian - Persönlichkeits- und Willensschwäche.\u003cbr\u003e Nr. 13 Gorse - Willfährigkeit aus Hoffnungslosigkeit. \u003cbr\u003e Nr. 17 Hornbeam - Überforderungsgefühl durch Unselbständigkeit. \u003cbr\u003e Nr. 19 Larch - Hilfsbereitschaft aus Minderwertigkeitsgefühl. \u003cbr\u003e Nr. 20 Mimulus - Ängstliche Unterwürfigkeit. \u003cbr\u003e Nr. 24 Pine - Aufopferung aus Schuldgefühl. \u003cbr\u003e Nr. 25 Red Chestnut - Sorgenvolle Selbstlosigkeit. \u003cbr\u003e Nr. 33 Walnut - Unselbständig und beeinflussbar \u003cbr\u003e Nr. 37 Wild Rose - Resignation durch Persönlichkeitsschwäche.\u003c\/p\u003e","brand":"Nelsons","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":52701149069609,"sku":"9616","price":18.8,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0721\/2584\/1705\/files\/centaury-bachblueten-stockbottle.jpg?v=1771263170","url":"https:\/\/www.soulzen.ch\/products\/bachblueten-einzelessenz-centaury","provider":"SoulZen.ch","version":"1.0","type":"link"}