{"product_id":"bachblueten-agrimony","title":"Nr. 1 Agrimony (Odermennig)","description":"\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eDeutscher Name:\u003c\/strong\u003e Odermennig\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eBotanischer Name: \u003c\/strong\u003eAgrimonia eupatoria\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eKurze Charakteristik\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Für Menschen, die sich nicht zur Wahrheit bekennen können und  Konflikten aus dem Wege gehen. Aus Angst vor schmerzlichen (inneren oder  äusseren) Auseinandersetzungen versuchen sie ihre wahren Gefühle  (Ängste, Aggressionen oder Leiden) aus ihrem Bewusstsein zu verdrängen  und nach aussen hinter gespielter Unbekümmertheit oder Lustigkeit zu  verbergen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eEinsatzbereich\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Zur Basisbehandlung bei: Angst vor Auseinandersetzungen und  Konflikten; Unehrlichkeit und Künstlichkeit; geheimen inneren Konflikten  und Seelenpein; psychischen Komplexen; Tendenz zu Verdrängung und  Überspielung von persönlichen Problemen; Anfälligkeit für Alkohol- und  Drogenmissbrauch; Verkrampfungen und Verspannungen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Alle krankhaften Störungen, die mit Verkrampfung, Hemmungen,  Konfliktangst, Unehrlichkeit, künstlichem Verhalten oder  Überempfindlichkeit einhergehen oder davon ausgelöst wurden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Im täglichen Leben bei: Künstlichkeit, Schauspielerei, »Maske«, »Keep  smiling«, Unehrlichkeit, Verlegenheit, Hemmungen, Verkrampfung, innerer  Rastlosigkeit, Überempfindlichkeit gegen Schmerzen, Abhängigkeit von  entspannenden Mitteln oder Getränken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eUrsprung und Bild des Agrimony-Syndroms\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Bei harmonischer Entwicklung entsteht daraus ein Mensch, der  instinktiv Leiden jeder Art meidet. Das gelingt ihm auf die denkbar  natürlichste Weise: er entschärft Probleme dadurch, dass er sie als  Lebensrealität akzeptiert und das Beste aus ihnen macht. (Leiden  entsteht ja dadurch, dass die Realität ignoriert, verfälscht oder  bekämpft wird.) Spontan, natürlich und nie auf Konfrontation  eingestellt, versucht der harmonisch entwickelte Agrimony-Mensch, weder  Unangenehmes zu vertuschen oder zu verfälschen noch Schwierigkeiten zu  verdrängen oder ihnen auszuweichen. In den Widrigkeiten des Lebens  verliert oder verleugnet er sich nicht; wenn es sein muss, beugt er sich  der Schicksalsgewalt wie das Schilfrohr dem Sturme: elastisch und mit  natürlicher Anmut, ohne von ihr geknickt oder beschädigt zu werden.  Kritische Konstellationen, die für negativ eingestellte Menschen zur  Katastrophe werden, gehen an ihm angesichts seiner positiven Haltung wie  ein harmloser Spuk vorbei. So bleibt er stets er selbst: natürlich,  ungekünstelt, spontan und lebensfroh. Da seine besondere Stärke darin  besteht, in allem – auch dem scheinbaren Unglück – die (immer  vorhandene) positive Seite zu erkennen und sich instinktiv an die  »Schokoladenseite« des Lebens zu halten, ist sein Leben immer  erfreulich. Oft scheint es, als spiele er im Theater des Lebens die  Rolle des Unbeschwerten, vom Glück Begünstigten. Tatsächlich besitzt er  auch ein ausgeprägtes Schauspielertalent; dieses ist aber so in seinem  Wesen verwurzelt, dass alles, was er »spielt«, immer nur Ausdruck seiner  eigenen, lebensfrohen Anlagen, nie aber eine fremde, künstliche Rolle  ist. So ist er wegen seiner Natürlichkeit, seiner Unbeschwertheit,  seiner Friedfertigkeit und seiner optimistischen Einstellung überall  gerne gesehen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Unter ungünstigen Umständen können seine Empfindsamkeit zur  Überempfindlichkeit entarten, sein Bedürfnis nach Lebensfreude zur  Realitätsflucht, seine Schauspielerei zur Heuchelei werden. Der  Agrimony-Mensch kann und will nicht leiden, was für ihn besonders  schwierig ist, weil seine Feinfühligkeit ihn alles Unangenehme  übertrieben schmerzlich empfinden lässt. So geht er aus Furcht vor Leiden  feige allem Unangenehmen, allen Konflikten und jedem Streit aus dem  Wege, und zwar auch dann, wenn eigentlich nur eine aufrechte und  ehrliche Auseinandersetzung in Frage käme. Gelingt ihm dies nicht, so  ignoriert er die Problematik einfach und tut so, als wäre alles in  bester Ordnung. Der bewussten Auseinandersetzung mit Problemen, Ängsten  und Konflikten ausweichend, ersetzt er sie, obwohl sie ihn weiterhin  unterbewusst belasten, durch Bilder aus einer künstlich heilen Welt. Er  trägt die Maske des fröhlichen, unbeschwerten Zeitgenossen, gibt sich  gutgelaunt und optimistisch, obwohl ihm in Wirklichkeit ganz anders  zumute ist, reisst Witze, während er innerlich leidet, macht anderen Mut,  während ihm das Herz längst in die Hose gerutscht ist, oder erkundigt  sich locker nach dem Befinden seines Arztes, während er sich selbst  schwer krank weiss. Er versucht, wie ein Schauspieler in einer falschen  Rolle, sich selbst und anderen etwas vorzumachen, und das fröhliche  Gesicht, das er zur Schau stellt, entspricht in Wirklichkeit der  lachenden Maske des weinenden Clowns. »Immer nur ablenken, nur nicht  daran rühren!« heisst seine Devise, »Keep smiling!«: bloss nicht zeigen,  wie es innen aussieht. Das gelingt natürlich nur sehr oberflächlich,  denn die verdrängten Probleme fressen wie Rost an einem schlecht  übermalten Stück Eisen, ständig an seinem Lebensgefühl und verursachen  ihm, während er sich unbeschwert gibt, Ängste und Depressionen. Je mehr  er nach aussen Frieden und Fröhlichkeit vorzutäuschen versucht, um so  mehr verliert er sie in seinem Inneren, und um so unnatürlicher und  verkrampfter wirkt er. Dabei kann er mit der Zeit, um sich wenigstens  vorübergehende Erleichterungen zu verschaffen, süchtig werden – auf  Zerstreuung oder Vergnügung, Fresserei oder Arbeit, Alkohol oder  Rauschgift. (Übrigens bewirkt ja Alkohol bei vielen Menschen ein  typisches Agrimony-Syndrom: ihre Sorgen verschwinden, sie werden  unnatürlich gesellig und lustig, zugleich aber unfähig zu ernsthaften  Kontakten oder tragenden Erkenntnissen.)\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e    Analog zu seinem seelischen  Zustand leidet er oft unter Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, Krämpfen,  Verspannungen oder Schmerzzuständen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eWirkungsrichtung der Agrimony-Essenz\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Agrimony ist das Mittel für Natürlichkeit und Ehrlichkeit. Es wirkt  gegen die Gewohnheit, Probleme leichtfertig zu verdrängen oder zu  meiden, und weckt den Wunsch nach mehr Ehrlichkeit sich selbst und  anderen gegenüber. Mit Agrimony wird man offener und entspannter,  zugleich aber auch konfliktfähiger, so dass man sich, wenn nötig,  unangenehmen Situationen zu stellen wagt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Agrimony ist eine der wichtigsten Bach-Blüten und wird fast von jedem  Menschen benötigt. Es sollte bei jeder Psychotherapie genommen  beziehungsweise gegeben werden, weil es durch Stärkung des  Wahrheitsbedürfnisses dem Patienten hilft, sich besser kennenzulernen  und dem Therapeuten gegenüber offener zu sein. Allerdings kommt es dabei  aufgrund des Abbaus gewohnter psychischer Schutzmechanismen oft vor,  dass die verdrängten Ängste vorübergehend aktiver werden und eine  unbewusste Gegenwehr hervorrufen: man fürchtet, »nackt« und ungeschützt  dazustehen. In dieser Phase wird oft das Fläschchen mit der Essenz  verlegt, ausgeschüttet oder zerbrochen – natürlich »ganz aus Versehen« –  oder die Therapie abgebrochen. Diese Reaktion kann durch Walnut  abgefangen werden, das die eigentliche, unter der Agrimony-Tarnung  verkümmerte Persönlichkeit stärkt. Ganz allgemein und unabhängig von der  Art des Leidens hat Agrimony, wenn Kranke ihre Beschwerden  bagatellisieren oder geheimhalten wollen, einen positiven Einfluss auf  den ganzen Krankheitsverlauf. Indem es ängstliche oder künstliche  Krampfhaltungen löst, hilft es oft bei schweren Schmerzzuständen,  rheumatischen Beschwerden, Verstopfung, Schlafstörungen oder innerer  Unruhe.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003ePsychologisch-therapeutische Anmerkungen\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Die Agrimony-Problematik bezieht sich auf zwei wichtige psychische  Funktionen, die unser Überleben zu sichern helfen: Verdrängung und Lüge. Die Verdrängung schützt uns vor den Folgen unserer eigenen, menschlichen Unvollkommenheit und Schwäche.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Denn wenn wir nicht den grössten Teil unserer Wahrnehmungen und  Erkenntnisse ignorieren und verdrängen würden, so wären wir keines  klaren Gedankens, keiner sinnvollen Handlung fähig, und wenn wir die  ganze Wahrheit über uns wüssten, so würden wir zerbrechen. Daher filtert  unsere Psyche laufend aus den unzähligen Informationen, Eindrücken und  Erkenntnissen, die auf uns einwirken, nur jene heraus, die wir momentan  verarbeiten können, und legt den grossen Rest im Archiv des Unterbewussten  ab, wo er so lange unter Verschluss bleibt, bis wir reif dafür geworden  sind.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Die Lüge aber schützt uns vor der Missgunst und dem Unverständnis  unserer Mitmenschen. So lernen wir schon als kleine Kinder um unseres  Überlebens willen zu heucheln und zu lügen, das heisst: uns zu  »benehmen«, »anständig« zu sein und »mit den Wölfen zu heulen«. Würden  wir uns immer so geben, wie wir tatsächlich sind, offen sagen, was wir  eigentlich meinen, oder rücksichtslos tun, wonach es uns verlangt, dann  hätten wir nur geringe Überlebenschancen in unserer Welt, in der im  Grunde das Dschungelrecht herrscht. Wer es dagegen versteht, nirgends  anzuecken und stets gutgelaunt zu erscheinen, ist gern gesehen, selbst  wenn er, wie der Agrimony-Mensch, nur Theater spielt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Dennoch - so hilfreich und vertretbar Verdrängung und Lüge unter  bestimmten Bedingungen auch sein können, letztlich bedeuten sie einen  Verrat an der Wahrheit. Daher erlaubt unsere Seele, die immer die  Wahrheit will, sie uns nur dann, wenn triftige Gründe oder Notwehr uns  dazu zwingen – nicht aber bei Gedankenlosigkeit oder Bequemlichkeit.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       So müssen wir laufend einen Kompromiss finden, mit dem wir existieren  können: einerseits so viel Selbstverleugnung, dass unser äusseres Leben  nicht gefährdet ist, und andererseits so viel Ehrlichkeit, dass unsere  Seele uns weiterleben lässt. Entscheidend ist dabei, dass wir unsere  eigene Wahrheit nicht leichtfertig verraten, dass wir wissen, was wir  tun, und dass wir unser Verhalten vor uns selbst vertreten können.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Wenn wir allerdings die Maske, die wir manchmal bei Gefahr oder aus  persönlicher Schwäche tragen müssen, auch in guten Zeiten aufbehalten,  wenn wir ohne dringenden Grund heucheln oder lügen, oder wenn wir  schliesslich an unsere eigenen Lügen glauben, dann wehrt sich unsere  Seele und lässt uns leiden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e                                       Dieses Leiden besteht, wie jeder aus Erfahrung weiss, in einer  gewissen Unzufriedenheit, wenn man sich wieder einmal unnötigerweise  etwas vorgemacht, sich verstellt, sich feige gedrückt oder seine Gefühle  verleugnet hat. Bei ausgeprägten Agrimony-Menschen aber, die fast  ständig ihre Probleme verdrängen, Konflikten ausweichen oder ihre Umwelt  und sich selbst belügen, kann es sich zu schweren Frustrationen,  Depressionen, Vereinsamung oder geheimer Seelenpein steigern. Trotzdem  sind sie meistens nur bei ganz erheblichem Leidensdruck bereit, etwas  dagegen zu unternehmen. Häufig brauchen sie psychotherapeutische Hilfe,  die ihnen ihr Verhalten bewusst macht (sie belügen sich ja auch selbst)  und sie in die Lage versetzt, es willentlich zu steuern. Erst wenn sie  ihre Lebenssituation klar einschätzen und frei entscheiden können, ob  und wann sie Unangenehmes verdrängen oder sich gegen ihre Umwelt tarnen  müssen, können sie auch, wenn dies nicht erforderlich ist, darauf  verzichten. Und je konsequenter ihnen dies gelingt, desto stärker wird  ihr eigentliches Wesen, das ihnen, trotz aller vermeintlichen Schwächen  und Unvollkommenheiten, letztlich mehr Schutz und Sicherheit gibt als  all die vielen Masken, hinter denen sie sich verstecken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e \u003cstrong\u003eHäufige Kombinationen mit anderen Mitteln\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e Nr. 2 Aspen - Verdrängung von Ängsten oder Ängste durch Verdrängung. \u003cbr\u003e           Nr. 3 Beech - Künstliche Toleranz.\u003cbr\u003e Nr. 4 Centaury - Krankhafte Gutmütigkeit.\u003cbr\u003e Nr. 6 Cherry Plum - Verdrängung erzeugt gefährlichen psychischen Überdruck.\u003cbr\u003e Nr. 7 Chestnut Bud - Lernschwäche oder Unreife durch Drückebergerei.\u003cbr\u003e Nr. 19 Larch - Überspielte oder verdrängte Minderwertigkeitsgefühle.\u003cbr\u003e Nr. 20 Mimulus - Überspielte oder geheimgehaltene Angst. \u003cbr\u003e Nr. 25 Red Chestnut - Geheime Sorgen.\u003cbr\u003e Nr. 26 Rock Rose - Erstarrung in der Panik.\u003cbr\u003e Nr. 29 Star of Bethlehem - Die seelische Wunde hinter der fröhlichen Maske.\u003cbr\u003e Nr. 33 Walnut - Die totale Selbstentfremdung.\u003cbr\u003e Nr. 34 Water Violet - Kontaktprobleme durch Mangel an Offenheit.\u003cbr\u003e Nr. 36 Wild Oat - Mangelnde Selbsterkenntnis.\u003c\/p\u003e","brand":"Nelsons","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":52701148741929,"sku":"9567","price":18.8,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0721\/2584\/1705\/files\/agrimony-bachblueten-stockbottle.jpg?v=1771263165","url":"https:\/\/www.soulzen.ch\/products\/bachblueten-agrimony","provider":"SoulZen.ch","version":"1.0","type":"link"}