Asant ist eine grosse mehrjährige Pflanze, die in der Botanik Ferula asa-foetida heisst. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Im deutschen Sprachraum wird sie auch Teufelsdreck genannt, was ist ihre magische und mystische Bedeutung unterstreicht. Die Bezeichnung Stinkasant zeigt an, dass der Duft sehr stark und würzig ist. Zum Räuchern verwenden wir die zerkleinerte Wurzel. Asant wird der Elementarkraft Erde zugeordnet und legt seine Schwerpunkte im Bereich des Geistes.
Asant in der Botanik
Die Pflanze erreicht eine maximale Wuchshöhe von bis zu drei Metern. Sie stammt ursprünglich aus dem aus Afghanistan und den benachbarten Regionen dieser Länder. Die Blütendolden sind weit verzweigt. Die Blüten sind gelb, die Wurzeln sind dick und fleischig.
Asant in der Überlieferung
Seit Menschengedenken verwendet man Asant für Rituale der Heilung, vor allem für den Exorzismus (also eine Teufelsaustreibung). Die Bön-Schamanen aus Tibet kennen Asant als „Halter des Lebenswindes“, um böse und zerstörerische Dämonen zu vertreiben. In der überlieferten Naturheilkunde ist der Rauch von Asant als rituelles Heilmittel bei Krankheiten des Geistes bekannt. Vor allem Hysterie soll mit Asant geheilt worden sein. Aber eine Räucherung mit Asant ist auch ein beliebtes Aphrodisiakum. Unser erotisches Erleben und Empfinden schwingt in neuen, sinnstiftenden Bahnen. Kuren, die Zauber oder Wunder bewirken sollen, profitieren von der Räucherung.
Der volkstümliche Name „Teufelsdreck“ zeigt uns, dass der Pflanzengeist eine bannende und vertreibende Kraft gegen Hexen, Teufel und Geister entfaltet. Dies ist wohl nicht zuletzt auf die Knoblauchnote zurückzuführen, die der Rauch besitzt. Die medizinische Tradition des Ayurveda kennt die positiven Wirkungen von Asant auf den Verdauungstrakt. Das „Feuer der Verdauung“ (agni) soll mit Asant angefacht werden.
In Indien, Frankreich und östlichen Ländern verwendet man Asant als Gewürz z. B. für Salatdressings. Auch die bekannte Worcestersosse enthält eine kleine Prise Asant.
Der Rauch von Asant
Der Duft von Asant ist extrem und erinnert an Knoblauch, Mango und Zwiebeln. Wenn wir Asant Liebesräucherungen hinzufügen, steuert er eine erdende und balsamische Note bei. Der Duft wird von empfindlichen Nasen mitunter als sehr stark und gewöhnungsbedürftig empfunden. Aber die Wirkungen sind attraktiv, denn der Rauch wirkt Krämpfen und Unruhe der Nerven entgegen. Sind wir innerlich aus der Balance geraten, z. B. in Zeiten von Stress, negativen Emotionen, Trauer, schlimmen Ereignissen oder anderen Krisen, trägt die Räucherung mit Asant dazu bei, dass wir unsere innere Mitte wiederfinden. Schlechte Gedanken verflüchtigen sich ins Nichts. Eine energetische Reinigung von Menschen, Häusern und Wohnungen kann gerne mit Asant ergänzt werden. Der Rauch von Asant stellt einen Reiz dar, der uns polarisiert und alle Extreme in sich einschliesst. Alles wird möglich!
Asant kann in Räuchermischungen, die nur relativ wenige starke Düfte enthalten, in geringer Dosierung eine interessante Note beisteuern. Eine Räucherung für eine Frühjahrsreinigung kann aus den folgenden Substanzen bestehen:
- Wenig Asant
- 2 Teile Beifuss
- 1 Teil Bernstein
- 1 Teil Drachenblut
- 1 Teil Rainfarn
- 1 Teil Thuja
- 2 Teile Wacholderbeeren
Duft: sehr intensiv, erinnert an Knoblauch, eine Note von Mango und Zwiebeln ist möglich, in Mischungen manchmal balsamisch und erdig
Pflanzenfamilie: Doldenblütler (Apiaceae)
Hinweis: Das Asafötida Pulver enthält Bockhornklee, da Asafötida-Harz alleine für die Mahlung zu klebrig ist.
Botanischer Name
Ferula asa-foetida
Pflanzenteil
Wurzel
Zweitbezeichnung
Teufelsdreck, Stinkasant
Herkunft
Indien
Marke
RäucherWelt
